NÖ-Wahl von

"Lauwarme Diskussion"

Stronach kommentiert ORF-Elefantenrunde. "Weil keiner was von Wirtschaft versteht"

NÖ-Wahl - "Lauwarme Diskussion" © Bild: ROBERT JAEGER / APA

Frank Stronach, Listenerster seiner Partei für die Landtagswahl in Niederösterreich am 3. März, hat die sonntägliche ORF-"Elefantenrunde" mit den Spitzenkandidaten von ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen in einer anschließenden "Puls 4"-Sendung als "lauwarme Diskussion" bezeichnet, "weil keiner was von Wirtschaft versteht". Ansonsten fokussierte der Austro-Kanadier seinen Kommentar ausschließlich auf Landeshauptmann Erwin Pröll (V), dem er - einmal mehr - vorwarf, schlecht gewirtschaftet zu haben.

Ein Untersuchungsausschuss in der Causa Spekulationen sei notwendig. Vor der Wahl werde alles vertuscht, meinte Stronach. Danach werde feststehen, dass es in Niederösterreich "noch viel schlimmer" sei als in Salzburg.

Stronach wiederholte auch seine bisherigen Leistungen für Niederösterreich, nämlich 2.000 Arbeitsplätze geschaffen und 400 Mio. Euro investiert zu haben. In Sachen der ihm im Wahlkampf von der ÖVP vorgeworfenen "Baustellen" - vom einst geplanten Erlebnispark ("Kugel") bis zum geplanten Stadionbau in Wiener Neustadt - erklärte er, Pröll sage nicht die Wahrheit.

"Unterwanderung der Neo-Partei"

Zu Problemen mit seinem Team - etwa dem Abgang von Michael Fichtinger, der u.a. eine Unterwanderung der Neo-Partei durch Rechtspolitiker kritisiert hatte - meinte der Parteigründer, er kenne Fichtinger gar nicht. Das Team sei in Ordnung, es habe Disziplin und Werte. Natürlich wollten Tausende dabei sein, wobei sich bei näherer Analyse herausstelle, dass manche nicht dazu passen würden.

In Reaktion auf die ORF-Diskussion kritisierte das Team Stronach in Aussendungen u.a. eine über dem Österreichschnitt liegende "Rekordarbeitslosigkeit" und die "verfahrene" Verkehrssituation in Niederösterreich. Hingegen habe Pröll mit dem Steuergeld der Niederösterreicher eine "Marketingmaschinerie hochgefahren, die den Eindruck entstehen lässt, es sei alles gut."

Kommentare

brauser49

Aber Proell vorwerfen er sei "feig". Was ist das dann wenn man an einer Diskussion nicht teilnimmt, sie nur kritisiert. Gutes Symbol der leere Stuhl wier auch im Landtag bleiben wird!
Noe-Wähler werden die Antwort geben !

Mit dem Kneifen vor TV-Diskusionen gewinnt man keine Stimmen! Wenn dort nur Unbedarfte sind, könnten Sie, Hr. Stronach, doch mit Fachwissen punkten !!!
Aber, nicht hingehen und die Anderen als wirtschaftl. Nichtwisser diffamieren, reicht nicht! Schade !!!

Schattenboxen ist aber keine politische Kultur Herr Stronach!
Raus aus der Deckung, rein in die Elefantenrunde und runter vom hohen "..ich weiß alles besser" Ross - dann Lösungen auf den Tisch, klar und einfach darstellen und schon klappts mit dem Wähler!

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