NÖ-Wahl von

Pressestunde ohne Stronach

Milliardär blieb der Diskussion fern. Petrovic kritisiert Pröll: "Kein faires Wahlrecht"

Madeleine Petrovic, Erwin Pröll, Moderatorin Christiane Teschl,Sepp Leitner und Barbara Rosenkranz bei der "Fernseh-Pressestunde der NÖ-Spitzenkanditaten am Sonntag, 24. Februar 2013 in St. Pölten. © Bild: APA/OCZERET

Die absolute Mehrheit der ÖVP in Niederösterreich müsse bei der Landtagswahl am 3. März fallen. Darin sind sich die Spitzenkandidaten von SPÖ, FPÖ und Grünen am Sonntag in der TV-Diskussion des ORF-Landesstudios in St. Pölten einig gewesen. Landeshauptmann Erwin Pröll (V) rief im Gegensatz dazu auf, "klar zu entscheiden".

Der kommende Sonntag sei auch eine Wahl der politischen Kultur und des gegenseitigen Respekts, sagte LHStv. Sepp Leitner (S). Es gehe darum, Ideen anderer ebenfalls zu respektieren. Falle die "Absolute" der ÖVP im Land, werde es möglich sein, "dass nie mehr spekuliert" werde. "Wir wollen investieren", so Leitner. Nicht einer solle alles bestimmen können, die Sozialdemokratie daher gestärkt werden.

Braucht Bruch der absoluten Mehrheit

"Es braucht einen Bruch der absoluten Mehrheit, damit eine Korrektur eintreten kann", hielt Landesrätin Barbara Rosenkranz (F) fest. Sie verwies insbesondere darauf, dass Sicherheit ein "elementares Problem" sei. Es sei "ganz wichtig, dass die absolute Mehrheit der ÖVP gebremst wird", betonte Klubobfrau Madeleine Petrovic (G). Es gebe "kein faires Wahlrecht", weil jedes Kreuz bei Pröll auch eine Stimme für die Volkspartei sei.

Der Landeshauptmann entgegnete, dass die Niederösterreicher seit 20 Jahren wüssten, "wie ich regiere, wie ich mit dem Land umgehe". Er werde "kein anderer Mensch im 21. Jahr". Daher seine Bitte um Klarheit am 3. März.

Stronachs Sessel blieb leer

Bei der niederösterreichischen "Elefantenrunde" in St. Pölten nicht dabei war wie angekündigt Frank Stronach. Der für ihn bereitgestellte Sessel blieb leer. Christiane Teschl, Chefredakteurin des ORF-Landesstudios, wies zu Beginn der Live-Sendung noch einmal auf die Absage hin, die u.a. damit begründet gewesen sei, dass die TV-Diskussion für Stronach "wenig Sinn" mache.

Kommentare

brauser49

Stronach lerne bei Berlusconi wies geht - kaufe ein paar TV-Sender und DANN gehe in die Politik !

brauser49

Ein leerer Sessel fuer Stronach bei der "Elefantenrunde", ein leerer Sessel im Landtag ? Kann man so Politik machen, Wähler gewinnen ?

manipura melden

Die Kritik der Grünen am Wahlrecht in NÖ ist gerechtfertigt! Es wird von der ÖVP behauptet, man können eine Partei wählen, die Vorzugsstimme aber einer Person einer anderen Partei geben. Was die ÖVP explizit nicht dazu sagt ist, dass die Stimme dann zu der Partei zählt, der die Vorzugsstimme gegeben wird!

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Es ist daher unsinnig, ev. aus Überzeugung z.B. als Partei die SPÖ zu wählen und dem Landeshauptmann Dr. Pröll die Vorzugsstimme zu geben, weil man - warum auch immer - meint, der Landeshauptmann sollte auch in Zukunft Dr. Pröll heißen - die Stimme zählt für die ÖVP!

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Es ist auch unsinng zu behaupten, man könnte den Landeshauptmann DIREKT wählen - wie auf den Plakaten der ÖVP Werbung gemacht wird. Der Landeshauptmann von NÖ wird noch immer im Landtag gewählt - von den dort vertretenen Parteien! Wer Dr. Pröll wählt, wählt die ÖVP! Auch wenn das auf manchen Wahlplakaten so nicht unbedingt ersichtlich ist!

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