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Seltene Tierarten gesichtet

Goldschakal, Luchs und Wölfe sind im Bundesland unterwegs

Niederösterreich - Seltene Tierarten gesichtet

Das Auftreten seltener Tierarten sorgt in Niederösterreich derzeit für Aufsehen. Medienberichten zufolge fuhr eine Pkw-Lenkerin in Wiener Neudorf (Bezirk Mödling) einen vermeintlichen Fuchs an - der herbeigerufene Jagdpächter erkannte, dass es sich um einen Goldschakal handelt. Im Raum Krems wurden auch Wölfe gesichtet, sie sollen aus Italien eingewandert sein.

Bei dem Goldschakal handle es sich um das erste nachgewiesene Tier dieser Art im Bundesland. In Ungarn würden geschätzte 1.500 Goldschakale leben, vereinzelte Sichtungen gebe es im Burgenland, in der Steiermark und in Salzburg. Für Menschen sei das fuchsähnliche Tier nicht gefährlich.

Nach Elchen im vergangenen Sommer wurden in der Region Krems nun in den Wäldern des Kamptals Wölfe beobachtet, berichteten die "Niederösterreichischen Nachrichten". Bereits vor geraumer Zeit sei bei Langenlois ein Schaf gerissen worden - laut DNA-Analyse von einem Wolf, der auch im Schneeberggebiet unterwegs sein soll.

Weiters sei Mitte Jänner am Jauerling "hoch" über der Wachau ein Luchs in eine "Fotofalle" getappt. Das Tier sei aufgrund der deutlichen Fellzeichnung zweifelsfrei identifiziert worden. Außerdem würden Jäger über Begegnungen mit Luchsen im Bereich von Aggsbach-Markt berichten. Fachleute vermuten der Wochenzeitung zufolge, dass die in Ostösterreich auftretenden Wölfe aus Italien stammen. Die Luchse dürften verstärkt aus dem Böhmerwald einwandern.