Video-Kampagne von

#nichtschön: Frauen protestieren gegen Schönheitswahn

YouTuberinnen wollen nicht mehr auf ihr Äußeres reduziert werden

Frauen werden oft auf ihr Äußeres reduziert. Das stellen Millionen Frauen immer wieder fest, nun protestieren Video-Bloggerinnen auf YouTube gegen diesen Schönheitswahn. Auf der Video-Plattform veröffentlichten sie unter dem Hashtag #nichtschön Beiträge, in dem sie sich gegen den Druck wehren und zählen stattdessen ihre positiven Charaktereigenschaften auf.

Intelligent, loyal, kämpferisch oder etwa selbstironisch. Das alles sind einige von vielen Eigenschaften die Frauen auszeichnen können. Dennoch wird das weibliche Geschlecht nur allzu oft auf ihr Äußeres wie Haare, Schmuck oder Kleidung reduziert. Diese Erfahrung machten auch 30 YouTube-Bloggerinnen in ihren Videos. In den Kommentaren drehte sich nur allzu oft alles um Äußerlichkeiten – auch wenn der Inhalt des Videos ein gänzlich anderer war.

Positiv-Kampagne

Bis es der Bloggerin Marie Meimberg reichte. Sie startete gemeinsam mit anderen Frauen das Projekt #nichtschön, bei dem die YouTuberinnen Videos veröffentlichten, in denen sie ihre positiven Charaktereigenschaften aufzählen. Im Interview mit "Spiegel Online“ stellt die Initiatorin des Projektes klar, dass es ich um eine Positiv-Kampagne handle: „Wir sind jetzt nicht die betroffenen Opfer und liegen weinend in der Ecke“, so die Protestierende, die bei #nichtschön vielmehr die positiven Dinge, die Frauen ausmachen, hervorzuheben versucht.

Großer Mitmach-Effekt

Auf Twitter schlossen sich bereits sämtliche Frauen dieser Aktion an und posten unter dem Hashtag #nichtschön ihre eigenen positiven Charakteristika.

Ähnliche Intention

Eine ähnliche Aktion absolvierte vor kurzem auch ein australischer Moderator. Er trug in seiner Nachrichtensendung ein Jahr lang denselben Anzug, was niemand bemerkte. Genau dadurch wollte er damit aufmerksam machen, wie (un)wichtig Kleidung und Äußeres bei Männern ist, im Gegensatz zu Frauen, die eben stetig auf diese Merkmale reduziert werden.

Kommentare