Nicht unbezahlbar: Markus R. Leeb
über den Preis für Zerstörung

Wer setzt den Preis für zerstörten Lebensraum fest? Kommentar: Was ist Ihre MEINUNG zu dem Thema?

Die Natur gilt vielen als ein unschätzbares Gut. Das wird sich ändern. Die Ölkatastrophe, die uns der Konzern BP beschert hat, wird zu einer Preisbildung führen. All jene, die eine intakte Umwelt für unbezahlbar gehalten haben, werden dann eines Besseren belehrt. Ich halte es für sehr spannend, wie die Berechnung erfolgen wird.

Kann ein Sachverständiger den Preis für einen Quadratmeter gesunder Meeresoberfläche oder einen Kubikmeter unverseuchten Meerwassers festlegen? Wie berechnet man die Zerstörung von riesigem Lebensraum auf Jahrzehnte? Nun soll BP vorsorglich 20 Milliarden US-Dollar in einen Treuhandfonds zahlen. Der drittgrößte Ölmulti der Welt mit 246 Milliarden Dollar Umsatz und 16,8 Milliarden Dollar Gewinn (2009) wird das locker überstehen. Ob der Schaden damit annähernd bezahlt werden kann, weiß allerdings niemand. Eine Kernfrage lautet, ob BP an den Schadenszahlungen auch bankrottgehen darf und wie man dann mit den 80.300 Beschäftigten umgeht. Mir war schon immer klar, dass wir für all den Mist, den wir produzieren, einmal bezahlen müssen. Da gibt es auch noch den radioaktiven Abfall der Atomkraftwerke. Vielleicht erfahren wir bald, wie hoch der Preis für Zerstörung ist und was wir bezahlen müssen, um ungestört weitermachen zu können.

Markus R. Leeb

leeb.markus@news.at

Kommentare

Preis der Zerstörung Nachdem Nachhaltigkeit weder in der Gesetzgebung noch in der praktischen Umsetzung in der Wirtschaft bislang ein Thema war sind die angelaufenen Kosten nie und nimmer abzudecken. Die Natur wird dafür sorgen, dass eine Abrechnung stattfindet- und auf der steht der Mensch als Streichposten.

GAF = Größte anzunehmende Folgekosten Zu 1 kg CO2 aus fossiler Verbrennung kommen 2 kg CO2 aus auftauenden Permafrostböden. Alle billigen Methoden eine Klimakatastrophe aufzuhalten scheitern.

Der GAF Fall tritt ein. Großtechnische Beseitigung von CO2 aus der Atmosphäre, 8 kWh völlig CO2 frei hergestellter Strom pro kg CO2.

Nicht -50% CO2 Emission
Nicht -100% CO2 Emission, das berühmte Nullemissionsziel
-200% CO2, 30 Milliarden Tonnen CO2 müssen pro Jahr aus der Atmosphäre raus, 240.000 TWh Strom.

Das ist GAF, und die Kosten dafür sind deutlich höher als BIP, das Brutto Inlandsprodukt der gesamten Menschheit.
http://politik.pege.org/2010-wirtschaftswachstum/

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