NEWS Zukunftsserie: Mut zur Nachhaltigkeit - Erde droht aus dem Gleichgewicht zu geraten

Teil 1 der Zukunftsserie "Die wichtigsten Fragen unserer Zukunft": Umgang mit Ressourcen

NEWS Zukunftsserie: Mut zur Nachhaltigkeit - Erde droht aus dem Gleichgewicht zu geraten © Bild: www.unsere-erde-derfilm.de

Forum für Verantwortung

Initiative für Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitsbericht für Österreich

Österreichs Institut für nachhaltige Entwicklung

Umweltministerium

Wiener Stadtwerke zur Nachhaltigkeit

Aktion „Nachhaltige Wochen“

Aufgaben für heute und morgen

Physische und psychische Gesundheit für alle Bevölkerungsschichten sind unabdingbar für ein menschenwürdiges Leben. Solidarität und sozialer Ausgleich dienen dazu, allen Menschen eine faire Chance zur gesellschaftlichen Teilnahme zu geben und ein Leben in Würde zu ermöglichen. Die Länder mit einem gut ausgebauten Sozialsystem sind in der Regel auch diejenigen, die am wettbewerbsfähigsten sind.

Gerechtigkeit und Toleranz zwischen den Generationen, zwischen verschiedenen Gesellschaftsgruppen und zwischen den Geschlechtern sind zentrale Voraussetzungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wichtigste Ansatzpunkte dazu sind die Bekämpfung der Diskriminierung benachteiligter Gruppen, gleicher Zugang zu Rechten und offener Zugang zu Ressourcen, Gütern und Dienstleistungen sowie die Akzeptanz der Diversität von Lebensansprüchen verschiedener Gruppen.

Gleichberechtigung
Die Partizipationschancen dürfen nicht durch das Geschlecht determiniert werden, sondern sollten für alle Menschen gleich sein und nach individuellen Entscheidungen genutzt werden können. Eine nachhaltige Lebensführung erfordert Toleranz, Solidarität und die Übernahme der Verantwortung für die Auswirkungen des eigenen Verhaltens. Sie basiert auf einem ressourcen- und energieschonenden Lebensstil und schafft eine hohe Qualität sozialer und regionaler Beziehungen.

Ausbildung und lebensbegleitende Weiterbildung sind aber auch zentrale Voraussetzungen, um den Lebensstandard und die gesellschaftliche Teilhabe möglichst vieler Menschen zu sichern. Verantwortungsvolles Konsumentenverhalten setzt nicht nur Sensibilisierung, sondern auch verlässliche und vollständige Information voraus. Durch Verhaltensangebote und ein Aufzeigen der Konsequenzen des eigenen Verhaltens soll allen gesellschaftlichen Akteuren ihre Verantwortung für Nachhaltige Entwicklung verdeutlicht werden. Damit wird die vielfach bereits vorhandene Sensibilisierung in konkretes Verhalten überführt.

Leitziele "Lebensqualität in Österreich":

1. Ein zukunftsfähiger Lebensstil
Durch Bildung und Bewusstseinsbildung die Lebensstile am Leitbild Nachhaltiger Entwicklung orientieren und einen Wertewandel initiieren

2. Entfaltungsmöglichkeiten für alle Generationen
Die Finanzierung von Familien- und Sozialleistungen, Gesundheitswesen und der Alterssicherung der demografischen Entwicklung entsprechend vorbereiten und Gesundheit fördern

3. Gleichberechtigung für Frauen und Männer
Gender Mainstreaming und die reale Gleichstellung von Frauen und Männern in Beruf und Familie umsetzen

4. Bildung und Forschung schaffen Lösungen
Durch Forschung, Ausbildung und lebenslanges Lernen die Chancen der Wissensgesellschaft nützen

5. Ein menschenwürdiges Leben
Armut bekämpfen, sozialen Zusammenhalt schaffen und gleiche Chancen für alle sichern
Österreich als dynamischer Wirtschaftsstandort
Erfolg durch Innovation und Vernetzung

Österreich als wirtschaftliche Kraft
Auch die Wirtschaftspolitik erfüllt eine Schlüsselrolle zur Umsetzung einer Nachhaltigen Entwicklung. Indem sie die ökonomischen Rahmenbedingungen des erforderlichen Strukturwandels mitbestimmt, entscheidet sie über die ökologischen und sozialen Folgewirkungen mit. Das übergeordnete Ziel eines nachhaltigen Wirtschaftsstandortes ist es, den heutigen und künftigen Generationen ein qualitatives und vom Ressourcendurchsatz entkoppeltes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen, soziale Sicherheit sowie eine gesunde und intakte Umwelt langfristig zu sichern.

Für die Zukunftssicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich und seiner internationalen Wettbewerbsfähigkeit ist eine hohe Qualität der Produktionsfaktoren von zentraler Bedeutung. Dafür sind soziale Stabilität, eine leistungsfähige Infrastruktur, eine hohe Innovationsdynamik, qualitativ hochwertige Humanressourcen und ein starker Unternehmergeist erforderlich. Zur Verbesserung der qualitativen Standortfaktoren sind Anreize für die Abstimmung und Vernetzung von Betriebsstandorten erforderlich, die neue überregionale Leitbilder nach regionsspezifischen Erforderlichkeiten und Eignungen erlauben.

Leitziele "Österreich als dynamischer Wirtschaftsstandort":

6. Innovative Strukturen fördern Wettbewerbsfähigkeit
Bedürfnisorientierte Forschung, Technologie und Entwicklung liefern Systemlösungen für Innovationen, strukturellen und gesellschaftlichen Wandel

7. Ein neues Verständnis von Unternehmen und Verwaltung
Die unternehmerische Verantwortung stärken sowie effiziente Verwaltungsstrukturen und -abläufe schaffen

8. Korrekte Preise für Ressourcen und Energie
Durch Preissignale Anreize für nachhaltiges Verhalten schaffen

9. Erfolgreiches Wirtschaften durch Ökoeffizienz
Ressourcen- und Energieverbrauch vom Wirtschaftswachstum weiter entkoppeln – Nutzung erneuerbarer Rohstoffe und Energieträger noch mehr forcieren

10. Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen stärken
Impulse für einen höheren Marktanteil nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen setzen und einen nachhaltigen Tourismus fördern

Österreich als Lebensraum

Österreich besitzt durch seine geografische Lage eine große Vielfalt unterschiedlicher Lebensräume, die durch eine teils einzigartige Pflanzen- und Tierwelt, aber auch durch unterschiedliche Lebens- und Wirtschaftsbedingungen geprägt sind – beides Faktoren die die Lebensqualität der Menschen vor Ort maßgeblich beeinflussen. Es ist erklärtes Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie, diese Vielfalt an Lebensräumen zu sichern, das heißt, die Lebensbedingungen in den unterschiedlichen Regionen, unter Berücksichtigung der jeweiligen Besonderheiten für Mensch und Natur, auf Dauer zu erhalten und zu verbessern.

Das bedeutet einerseits die Sicherung der Naturgrundlagen (Luft, Wasser, Boden, Tier- und Pflanzenwelt, Kulturlandschaft) in Sinne eines integrierten Naturschutzes, wobei besonderer Schutz jenen ökologisch sensiblen Gebieten Österreichs zukommt, die durch hohe anthropogene Belastungen (etwa im Verkehrsbereich) gefährdet sind.

Dies erfordert aber auch Berücksichtigung und Stärkung der regionalen Besonderheiten: Der Vielfalt der unterschiedlichen Lebensräume für Natur und Mensch kann nur durch eine starke Regionalorientierung, verbunden mit besonderen Anstrengungen zur Stärkung des ländlichen Raumes, entsprochen werden. Dies schließt mit ein, dass durch eine „Raumordnung der kurzen Wege“ die Daseinsgrundfunktionen (Wohnen, Arbeiten, Ernährung, Freizeit, Konsum, Bildung) wieder in räumlicher Nähe wahrgenommen werden können.

Leitziele "Österreich als Lebensraum":

11. Schutz der Umweltmedien und Klimaschutz
Qualitätsziele und eine verantwortungsvolle Stoffpolitik

12. Vielfalt von Arten und Landschaften bewahren
Tier- und Pflanzenarten, Lebensräume, Natur- und Kulturlandschaften erhalten

13. Verantwortungsvolle Raumnutzung und Regionalentwicklung
Die raumrelevanten Politiken auf eine steigende Lebensqualität ausrichten und abstimmen

14. Mobilität nachhaltig gestalten
Mobilitätszwänge reduzieren und die Erfüllung von Mobilitätsbedürfnissen nachhaltig gestalten

15. Die Verkehrssysteme optimieren
Die umweltverträglichsten, ressourcenschonendsten, energieeffizientesten und sichersten Verkehrsarten forcieren

Österreichs Verantwortung

Nachhaltigkeit ist ein Konzept, das aufgrund einer globalen Bestandsaufnahme entwickelt wurde. Es beachtet die Zusammenhänge zwischen Produktion und Konsum, zwischen Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch, zwischen den Lebenszielen und Lebensrealitäten von Menschen. Dass diese Kategorien in einem globalen Zeitalter wie dem unseren nicht an nationalen Grenzen halt machen, ist offensichtlich. Unser Lebensstandard, unsere Wirtschaftskraft und unsere Umwelt werden daher nur nachhaltig sein, wenn unsere nahen und fernen Nachbarn dasselbe Ziel anstreben und die Chance einer nachhaltigen Entwicklung für alle existiert.

Nachhaltige Entwicklung ist ein wesentlicher Beitrag zur Vermeidung von gewaltsamen Konflikten und von Flüchtlingsbewegungen, zur Verringerung der globalen Armut sowie der daraus resultierenden Wirtschaftsmigration. In Krisenregionen bedürfen politische Friedensbemühungen und humanitäre Hilfeleistungen vielfach einer militärischen Absicherung und Unterstützung.

Leitziele "Österreichs Verantwortung: "

16. Armut bekämpfen, sozialen und wirtschaftlichen Ausgleich innerhalb und zwischen den Ländern schaffen
Einen Beitrag zur Stärkung von Sicherheit, Frieden und den Menschenrechten leisten

17. Eine global nachhaltige Wirtschaft
Eine Weltwirtschaft entwickeln, die eine intakte Umwelt und soziale Gerechtigkeit garantiert

18. Unsere Welt als Lebensraum
Natürliche und soziale Lebensräume für alle langfristig sichern

19. Internationale Kooperationen und Finanzierung
Nachhaltige Entwicklung für Partnerländer finanzierbar machen

20. Nachhaltigkeitsunion Europa
Das neue Europa zu einer Nachhaltigkeitsunion entwickeln

Die ganze Story finden Sie im aktuellen NEWS-Magazin.

Quellen: Redaktion/ nachhaltigkeit.at