NEWS: Wirte pfeifen auf Kdolsky! Schutz
für Nichtraucher ist noch immer mangelhaft

Rauch-Bilanz: Osten ist säumig. Nun kommen Strafen PLUS UMFRAGE: Sind Sie für striktes Rauchverbot?

NEWS: Wirte pfeifen auf Kdolsky! Schutz
für Nichtraucher ist noch immer mangelhaft

NEWS hat die Bilanz der Rauch-Evaluierungen: Die Wirte sind beim Nichtraucherschutz säumig. Jetzt kündigt Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky rigorose Maßnahmen an.

Landauf, landab waren sie in den vergangenen Monaten unterwegs gewesen. Drangen vor bis in die entlegensten Wirtsstuben der Republik, um dort Block und Bleistift zu zücken und dann die unvermeidliche Gretchenfrage zu stellen: "Wo ist denn bitte Ihre Nichtraucherzone?"

Der Grund all des Aufwands, den die Kontrolleure des Gesundheitsministeriums hier betrieben, war die Überprüfung des Nichtraucherschutzes in der heimischen Gastronomie. Denn dazu hatten sich die Wirte ja gegenüber dem Ministerium noch im Vorjahr freiwillig verpflichtet, um ein generelles Rauchverbot à la Italien abzuwenden. 90 Prozent aller Speiselokale mit mehr als 75 Quadratmetern, so der Deal, sollten auf zumindest 40 Prozent der Fläche räumlich getrennte Nichtraucherzonen anbieten.

Und nun, nachdem eine repräsentative Auswahl von 1.299 Lokalen einer Überprüfung unterzogen worden war, ist der Tag der Wahrheit gekommen.

NEWS liegen exklusiv die ersten Ergebnisse vor, und die verheißen wenig Gutes für die Raucher und ihre Wirte im Lande. "Es zeigte sich klar", stellt Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky fest, "dass die Zielvorgaben in keinem einzigen Bundesland erreicht wurden."

Die Ergebnisse im Detail:

  • In Vorarlberg verfügen 73 Prozent der Lokale über einen Nichtraucherbereich in der geforderten Größe.
  • In Salzburg liegt der Wert, ebenso wie in Niederösterreich, bei 71 Prozent.
  • Generell schlechter: der Osten des Landes. Absolutes Schlusslicht dabei ist Wien, wo nur 41 Prozent der Restaurants über die geforderte Trennung zwischen Rauchern und Nichtrauchern verfügen.
  • Allgemein zeigt sich, dass Nichtraucherschutz im Westen, wohl auch aufgrund des Tourismus, weitaus ernster genommen wird als in Ostösterreich.
  • In Vorarlberg gaben 55 Prozent der Gastronomen an, getrennte Raucherbereiche errichtet zu haben, da vonseiten der Gäste immer wieder die Aufforderung dazu kam.
  • In Tirol wissen 44 Prozent der Wirte Gleiches zu berichten.
  • Erfreulich ist, dass sich landesweit 96 Prozent aller Lokalbetreiber zumindest bereits grundsätzlich Gedanken über den Nichtraucherschutz gemacht haben und eigene Plätze für Nichtraucher anbieten.


Gesetze und Strafen folgen
Und dennoch ist nun, nachdem die Zahlen auf dem Tisch liegen, klar, dass die Anstrengungen bei weitem nicht ausreichend waren und strengere Regelungen nur noch eine Frage von Monaten sind.

"Mein Ziel ist es nun, gemeinsam mit der Gastronomie ein Gesetz zu erarbeiten, das den landesweiten Nichtraucherschutz verbindlich vorschreibt", kündigt Ressortchefin Kdolsky in NEWS erstmals ihre weitere Vorgehensweise an (das Interview lesen Sie im aktuellen NEWS).

Konkret plant sie, die bislang freiwillige Regelung in ein Gesetz zu gießen: Künftig muss also jedes Speiselokal 40 Prozent seiner Fläche, räumlich getrennt, rauchfrei halten. Die Zeiten der ins bessere "Besenkammerl" verbannten Nichtraucher sind damit definitiv vorbei. Einzig in Lokalen unter 75 Quadratmeter Fläche soll künftig Wahlfreiheit herrschen: entweder Raucher-oder Nichtraucherlokal, und das klar gekennzeichnet.

Die ganze Story lesen Sie im aktuellen NEWS!