NEWS: Wird Ernst Strasser nach Schüssels Rücktritt neuer Vizekanzler für die ÖVP?

Ex-Innenminister bastelt an Comeback in Politik Wer ihn dabei unterstützt, wer ihn verhindern will

Wird Ernst Strasser neuer Vizekanzler der ÖVP? Der Ex-Innenminister bastelt an seiner Rückkehr als Vizekanzler. NEWS weiß, wer ihn dabei unterstützt und wer ihn verhindern will.

Er fühle "sich sehr wohl" in der Privatwirtschaft, betont Ernst Strasser dieser Tage oft und gerne offiziell. Hinter den Kulissen jedoch hat der ehemalige VP-Innenminister wieder Blut geleckt. Da spielt der 50-jährige Vollblutpolitiker wieder "ganz dick mit", erzählt einer seiner Vertrauten. Und so könnte jener Mann, der im Dezember 2004 nach monatelangen Streitereien mit Kanzler Wolfgang Schüssel überraschend das Handtuch geworfen hatte und in die Privatwirtschaft gewechselt war, vor einem beachtlichen Comeback stehen. "Der Ernst könnte nach Schüssels Rücktritt als Vizekanzler einer großen Koalition zurückkehren", erklärt ein VP-Mann.

Wann Strasser Vizekanzler wird
Strasser ist immerhin einer dieser seltenen Techniker der Macht, die die ÖVP nach ihrer desaströsen Wahlniederlage so dringend braucht. Einer, der nicht mit der VP-Wahlniederlage in Verbindung gebracht wird und der doch der Partei immer verbunden blieb. Auch in seiner Zeit als Manager war er in stetigem Kontakt mit seinen Freunden in der ÖVP - vor allem mit VP-Klubobmann Wilhelm Molterer, einem Spezi aus Studientagen, und mit der schwarzen Nachwuchshoffnung Josef Pröll. Auch in dieser Zeit blieben die Niederungen der Parteipolitik Teil seines Lebens.

Die ÖVP brauche dringend einen "Generationswechsel", warnte er Molterer und Pröll bereits vor Monaten in vertraulichen Gesprächen. "Du brauchst eine Alternative für den ORF", appellierte der stets gut vernetzte Strasser auch vergebens beim schwarzen Klubobmann, "Monika Lindner doch fallen zu lassen", um noch eine "gemeinsame Lösung mit Grün und Rot für die ORF-Führung" finden zu können.

Mit dem für die Schwarzen so dramatischen Wahlausgang hatte freilich auch er nicht gerechnet. Aber das schwarze Leid könnte jetzt eben die "große Stunde des Ernst" bedeuten, freuen sich die einen und fürchten die anderen, die "Parteifreunde", die sein Comeback um jeden Preis verhindern wollen.

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