NEWS Sommertour von

"Geisterfahrer" Stronach

Erwin Pröll im Gespräch über das Team Stronach und die Bilanz Werner Faymanns

Erwin Pröll © Bild: News/Ricardo Herrgott

Mit dem angeblichen „Reblaus-Pakt” zwischen ihm und Bundeskanzler Werner Faymann sorgte Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll für den ersten Aufreger in diesem Wahlkampf. Dann folgte die „Causa Lindner” im Zusammenhang mit Frank Stronach, der Pröll die Schuld am Rückzug der Kandidatin gab. Dazu nimmt Erwin Pröll nun im großen NEWS-Interview Stellung. Er erklärt auch, warum er die Bilanz Werner Faymanns als „sehr durchwachsen” klassifiziert.

NEWS : Zunächst zum aktuellsten Aufreger des Wahlkampfs. Es heißt, Sie und Ex-Raiffeisenchef Christian Konrad hätten Monika Lindner zum Rückzug von Stronach bewogen.
Erwin Pröll : Jemand, der das behauptet, lügt von oben bis unten. Ich habe Frau Lindner nicht angerufen, um auf sie einzuwirken.

NEWS : War es nicht ein Werte-Verrat von ihr, dass sie ein Leben lang die ÖVP zum Karriere- Freund hatte und dann einfach das Lager wechselte?
Pröll : Das will und das kann ich nicht beurteilen.

NEWS : Sie kämpften bei Ihrer Wahl in NÖ zuletzt offensiv gegen Frank Stronach. Er nannte Sie „den größten Schmähtandler der Republik”...
Pröll : Was der Herr Stronach über mich sagt, ist mir herzlich egal. Es wundert mich nicht mehr, dass Insider von Magna, wenn sie den Namen Stronach hören, nur mehr mit dem Finger an die Stirn tippen. Wenn er in seiner Firma so gefuhrwerkt hat wie jetzt in der Politik, dann ist Magna wirklich ein Wirtschaftswunder.

NEWS : In Österreich ist es anscheinend möglich, mit 25 Millionen Euro auf zehn Prozent der Wählerstimmen zu kommen. Das sagen Meinungsforscher Stronach voraus. Leben wir in einer Bananenrepublik?
Pröll : Geisterfahrer kommen auch eine gewisse Strecke auf der falschen Fahrspur voran, bis es dann kracht! Den Schaden haben meistens andere. Das Einzige, was in der staatspolitischen Verantwortung zurückbleibt, ist, dass genau diese Typen die Politik in Misskredit bringen. Zu glauben, mit Geld alles kaufen zu können, von Werten zu quatschen, die nicht einmal eine Minute der Überprüfung Stand halten, das ist von kurzer Dauer. All die Herrschaften, die da jetzt in der Truppe herumkreuchen und -fleuchen, verglühen bald wie eine Sternschnuppe.

Die ganze Story finden Sie im aktuellen NEWS in Ihrem Zeitschriftenhandel oder als iPad-Version.

Kommentare

christian95 melden

NÖ 7,3 Mrd.
Wien 4,8 Mrd.
Steiermark 3,2 Mrd.
Kärnten 2,6 Mrd.
Salzburg 2,3 Mrd.
Burgenland 1,2 Mrd.
Oberösterreich 680 Mio
Tirol 400 Mio
Vorarlberg 170 Mio

Der Schuldenstand ist zum Vorjahr um 9,6% gestiegen und beträgt derzeit 22,6 Mrd.!

Ignaz-Kutschnberger
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Bitte eine Korrektur...in NÖ sind es seit letzter Woche nur noch 7,24 !!

Ignaz-Kutschnberger
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Ich hätte nicht vermutet, dass sich ein alter Fuchs wie der Erwin so aus der Reserve locken lässt :-)
Das ganze Theater erinnert mich ein wenig an das Stück: Bruderzwist im Hause Habsburg

Ignaz-Kutschnberger
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Zum heutigen Sonntags-Evangelium möchte ich Spruch Salomos 13,24 erwähnen:
"Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn, wer ihn aber liebt, der züchtigt ihn beizeiten"

Ignaz-Kutschnberger
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Nachtrag: Hoffentlich müssen nicht die Buam ehemaliger LH-Stellvertreter auch verglühn... ;-)

Ignaz-Kutschnberger
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Und ERWIN, noch eins... ich denk Glotznpolierer eignen sich vielleicht doch eher zum Friseur als zum Minister ;-) Alles Gute für die Wahl

Ignaz-Kutschnberger
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...oder wenn nicht zum Friseur, dann vlt zum Zahntechniker, weil da wird auch oft poliert :-)

Naja, ich bin bei Gott kein Fan von Pröll, aber hier har er mal nicht so unrecht. Das Team Stronach hat ein Ablaufdatum, regt also nicht besonders auf. Das Interessante ist eher, dass man einen Strache mit seinen sehr einfachen Konzepten und Reimen noch unterlaufen kann, indem man verkündet, Werte zu haben.
Früher oder später wird mal einer bei der Wahl antreten, der damit wirbt, dass er existiert. Das wird dann wohl nicht mehr zu unterbieten sein.

Und auch dass die Politik damit in Misskredit gebracht wird stimmt, nur betriffts mittlerweile in gewissem Ausmaß schon jede Partei, denn das Niveau sinkt von Jahr zu Jahr, das zeigt sich allein schon daran, welcher sachpolitische Vollholler erzählt werden kann, ohne dass ein Tritt erfolgt. Und wenn man Leuten lange genug Simples serviert fangens auch an das zu goutieren und sind dann ab einer gewissen Gewöhnungszeit jenen böse, die die Frechheit haben, noch Komplexes aufzutragen. Und was sich nicht in zwei Hauptsätzen formulieren lässt, fällt aus dem Kopf und damit aus der Welt.

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