NEWS deckt auf: Söldner für Einsatz im
Irak wurden im Burgenland ausgebildet

Drehscheibe ist Firma eines heimischen Ex-Militärs Strache spielte in Vorgeschichte der Firma eine Rolle

Das Nachrichtenmagazin NEWS enthüllt in seiner aktuellen Ausgabe, dass im südburgenländischen Deutsch-Tschantschendorf "künftige Söldner mit 10.000 Dollar Monatsgehalt" für den Einsatz im Irak ausgebildet wurden.

Die zentrale Rolle spielt dabei die Firma ESS Security Services GmbH, die in Wien-Margareten residiert. "General Manager" ist Franz Fleischhacker, 55, einst Mitglied des Jagdkommandos, der Elite-Einheit des österreichischen Bundesheeres. Im Burgenland lehrte er wie "geschossen, marschiert, geheimdienstlich auf- und abgeklärt wird", selbst "Nahkampf mit dem Seitengewehr wurde" trainiert. Geübt habe man "alles, was in Österreich nicht ausdrücklich verboten ist." Fortgesetzt werde die Ausbildung im Irak: "Da dürfen wir eben mehr."

Die ESS Security Services GmbH hieß bis Anfang 2004 "Care Partners WerbeberatungsgmbH" und war eine wenig erfolgreiche Firma für die Fremdfinanzierung von Zahnersatz. Prominentester Mitgesellschafter: Heinz-Christian Strache, Spitzenkandidat der FPÖ bei der bevorstehenden Wiener Gemeinderatswahl. Strache war von 23. März 2002 bis zum 14. Jänner 2004 Mitgesellschafter der "Care Partners". Nach Straches Ausscheiden wurde die Firma in "ESS Security Services GmbH" umbenannt.

Geworben wurde für die "ESS Security Services" unter anderem in der vom Verteidigungsministerium subventionierten Zeitschrift "Der Soldat" und in der Wochenzeitschrift "Zur Zeit" von Strache-Intimus Andreas Mölzer.

Fleischhacker ist in der einschlägigen Szene kein Unbekannter. Schon 1983 war er in einen medienwirksamen Skandal um ein "Ausbildungszentrum für Überlebenstechniken" , das von ranghohen Bundesheeroffizieren betrieben wurde, verwickelt. Fleischhacker hatte damals als Ausbildner als Neonazis getarnten Journalisten das lautlose Töten, Brückensprengen und den Guerillakampf beigebracht. Zudem hatte er damals vor den Reportern damit geprahlt, dass er 2,5 Kilogramm Sprengstoff aus Heeresbeständen abzweigen könne.

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