NEWS: Raiffeisen-Chef Walter Rothensteiner
glaubt an einen Bawag-Verkauf ins Ausland

Für ihn ist Raiffeisen noch nicht aus dem Rennen Kartellrechtliche Hürden für inländische Banken hoch

Den Verkauf der Bawag P.S.K. Gruppe ins Ausland hält der Generaldirektor der Raiffeisen Zentralbank, Walter Rothensteiner, für die wahrscheinlichste Variante, wie er in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS erklärt. Den Raiffeisen-Sektor nimmt Rothensteiner aber noch nicht aus dem Rennen um die Bawag: "Ich glaube, keiner von uns kann sagen, dass es ihn nicht interessiert. Es geht bei der Bawag um ein wesentliches Stück des österreichischen Marktes", sagt Rothensteiner im NEWS-Interview. Der RZB-Generaldirektor ist überzeugt, dass der Verkauf der Bawag nicht vor der Nationalratswahl stattfindet.

Sorge hat Rothensteiner, dass Raiffeisen aufgrund der starken Präsenz schon aus kartellrechtlichen Gründen ausscheidet. Dies gelte laut Rothensteiner auch für die Erste Bank, die Bank Austria Creditanstalt und die Volksbanken. "Vor der Kartellbehörde wird es nicht einfach zu argumentieren sein", meint der RZB-Chef. "Trotzdem werden wir uns die Bawag ansehen", erklärt Rothensteiner im NEWS-Gespräch.

Die Rechte der Finanzmarktaufsicht hält Rothensteiner in Bezug auf den Bawag-Skandal für ausreichend. "Ich habe keine Sorge vor einer zu starken Aufsichtsbehörde, aber es wird sich letztendlich auf das Ergebnis niederschlagen, wenn wir das ganze Jahr Prüfer im Haus haben", so Rothensteiner in NEWS. "Ich wehre mich nur dagegen, dass man glaubt, durch mehr Prüfer Schadensfälle dieser Form verhindern zu können. Wenn jemand bewusst seinen Aufsichtsrat hintergehen will, wird er das schaffen", meint der RZB-General.

Alle Infos, wie Rothensteiner über den Verkauf der Bawag denkt, finden Sie im aktuellen NEWS!