NEWS: Raifaissen-Bankchef Rothensteiner sieht die Republik bei der AUA gefordert

"Auch Geldspritze geben, wenn es notwendig ist" Rothensteiner für Privatisierung der maroden Airline

Die Republik sieht der Generaldirektor der Raiffeisen Zentralbank, Walter Rothensteiner, bei den Austrian Airlines gefordert, wie der bis vor kurzem amtierende AUA-Aufsichtsrat in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS erklärt. "Die österreichische Airline zu erhalten sehe ich als nationale Aufgabe, egal was passiert", so Rothensteiner im NEWS-Interview. Zudem spricht sich der RZB-Chef in NEWS für die Privatisierung der AUA aus.

Die rot-weiss-rote Heckflosse der AUA zu erhalten ist für Rothensteiner vordringlich. Österreich solle sich "wenn es notwendig ist" ein Beispiel an Italien nehmen, wo der Staat die nationale Airline Alitalia durch Geldspritzen vor dem Konkurs gerettet hat, so der RZB-Chef in NEWS. "Davon kann aber bei der AUA keine Rede sein", beurteilt er die derzeitige Lage der Airline. Keine Alternative ist für den RZB-Boss der Einstieg der Lufthansa, der vom früheren AUA-Boss Vagn Sörensen ins Spiel gebracht wurde. "Die Lufthansa hat in München und Zürich zwei Flughäfen, die noch größere, freie Kapazitäten haben. Da hätte ich Sorge, dass gerade Flüge nach Osteuropa, die für Wien als Headoffice-Zentrum vieler Konzerne so wichtig sind, abgezogen werden", argumentiert Rothensteiner im NEWS-Gespräch.

"Es erfordert gesamtösterreichisches Bemühen, dafür zu sorgen, dass es der AUA gut geht", so der RZB-Boss im NEWS-Interview. Österreichs Wirtschaft brauche die AUA mit ihrem Netzwerk "wie einen Bissen Brot", so der Banker. "Bisher hat die Republik die AUA nicht gerade wie ihr liebstes Kind behandelt", kritisiert Rothensteiner.

Eine Lanze bricht der Raiffeisen-Bankenchef für die Privatisierung der AUA. "Die Republik hält derzeit gut 40 Prozent an der AUA. Das ist auf Dauer keine Lösung, die der positiven Entwicklung des Unternehmens förderlich ist", meint Rothensteiner in NEWS. Der frühere Ansatz, dass der Staat an einer nationalen Airline maßgeblich beteiligt sein muss, hält der RZB Chef durch internationale Allianzen und die EU-Verkehrsrechte für überholt.

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