NEWS: Negative Hypo-Bilanz für Vorstands-vorsitzenden Kulterer eine "unnötige Härte"

Schlammschlacht um Hypo Alpe Adria Bank wächst Interne Aktennotiz soll die FMA unter Druck bringen

Die nun neu vorgelegte Bilanz der Hypo Alpe Adria Bank für 2004, die einen Verlust von 99 Millionen Euro ausweist, ist für den Vorstandsvorsitzenden der Bank, Wolfgang Kulterer, eine "unnötige Härte", wie er in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS erklärt. "

Die Wirtschaftsprüfer hatten auch eine Bilanz vorgeschlagen, die einen Gewinn von 68 Mio. Euro ausweist, aber die Finanzmarktaufsicht hatte signalisiert,dass sie nur die härteste Bilanzmethode akzeptieren werde", sagt Kulterer im NEWS-Interview. Zudem erhöht das Land Kärnten den Druck auf die FMA, wobei ein interner Aktenvermerk der Aufsichtsbehörde in dieser Causa für Brisanz sorgt.

Diese Aktennotiz, die NEWS exklusiv vorliegt soll beweisen, dass es die FMA gezielt auf Kulterer abgesehen hat. Darin ist der Inhalt eines Gespräches zwischen dem FMA-Vorstand und dem stellvertretenden Aufsichtsratschef der Hypo, Othmar Ederer protokolliert. Ederer, als Chef des Konzerns der Grazer Wechselseitigen auch Vertreter des zweitgrößten Hypo-Eigentümers, wurde laut dieser Aktennotiz vom FMA-Vorstand bereits am 21. April mitgeteilt, dass Kulterer "spätestens am 1. Juli 2006 aus dem Vorstand ausscheiden soll". Weiter heißt es: "Die Abteilung 1-2 (der FMA, Anm.) wurde diesbezüglich angewiesen, das Ermittlungsverfahren auch bezüglich der Qualifikation der Geschäftsleiter entsprechend zu dokumentieren." Brisant ist dieses Papier deshalb, weil am 21. April die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen, sondern im vollen Gang waren.

"Diese Aktennotiz bezieht sich auf ein Gespräch, um das Doktor Ederer die Vorstände der FMA gebeten hat. Das war nicht Teil des behördlichen Verfahrens", erklärt FMA-Sprecher Klaus Grubelnik gegenüber NEWS. "Ederer habe wissen wollen, wie ein Geschäftsleiter-Enthebungsverfahren grundsätzlich aussieht und was man in einem solchen Fall tun könne. Der FMA-Vorstand habe darauf mitgeteilt, dass in den meisten Fällen ein freiwilliger Rücktritt des Vorstandes erfolgt und das Verfahren dadurch beendet wird. Der Zeitpunkt 1. Juli habe sich darauf bezogen, dass das Verfahren voraussichtlich im Juni beendet sei und ein Rücktritt Kulterers noch spätestens am 1. Juli erfolgen könne, um einer eventuellen Enthebung zuvor zu kommen", so Grubelnik zu NEWS.

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