NEWS LEBEN: Der Check für Ihre Augen - Jährliche Kontrolle für eine optimale Sicht

Grauer Star kann im Frühstadium behandelt werden Erkrankungen am Auge werden oft nicht bemerkt

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Für viele Menschen gibt es keine schlimmere Vorstellung, als das Augenlicht durch einen Unfall oder durch Krankheit zu verlieren. „Wir können aber heute bei den meisten Erkrankungen das Augenlicht retten, wenn wir sie rechtzeitig erkennen und behandeln“, unterstreicht Dr. Anton Hommer, Oberarzt an der Augenabteilung in der Krankenanstalt „Sanatorium Hera“ in Wien, die Bedeutung von regelmäßigen, idealerweise jährlichen fachärztlichen Kontrolluntersuchungen.

Was ist grüner Star? Eine besonders häufige Ursache für nachlassendes Sehvermögen bis hin zur Erblindung ist in unseren Breitengraden das Glaukom, auch „grüner Star“ genannt. In Österreich, so die Schätzung von Experten, leben derzeit etwa 3.500 Glaukomblinde. Hommer beschreibt das Krankheitsbild: „Die Erkrankung verläuft – in Hinblick auf die Frühdiagnose muss ich ‚leider‘ sagen – völlig schmerzfrei, daher wird sie anfangs vom Patienten nicht wahrgenommen und zumeist erst im Spätstadium entdeckt.

Einengendes Gesichtsfeld
Die häufigste Ursache des grünen Stars ist eine schleichende Erhöhung des Augeninnendrucks, wodurch es letztlich zu einer Schädigung der Nervenfasern an der Netzhaut und zu Gesichtsfeldausfällen kommt.“ Dafür verantwortlich ist eine Abflussstörung für das Kammerwasser, das normalerweise durch eine Art „Sieb“ im sogenannten Kammerwinkel des Auges abfließt. Ist dieses Sieb verstopft, kommt es zu einem langsamen Druckanstieg. Charakteristisch ist dabei eine Einengung des Gesichtsfeldes vor allem in den Randbereichen: Der Ausschnitt, den wir sehen, wird immer kleiner. "In seltenen Fällen kommt es zum akuten Glaukomanfall, der einen augenärztlichen Notfall darstellt“, ergänzt der Wiener Spezialist.

Rechtzeitig behandeln
Wird die Therapie frühzeitig begonnen, erklärt der Augenarzt, kann das Fortschreiten der Erkrankung bei den meisten Patienten jedoch gestoppt oder verzögert werden. „Dazu verwenden wir zumeist Augentropfen, die den Augeninnendruck senken. Wichtig ist aber, dass die Patienten auch wirklich jeden Tag eintropfen und verlässlich alle Kontrolltermine einhalten“, betont Spezialist Hommer. Bereits entstandene Schäden könnten allerdings nicht rückgängig gemacht werden. In speziellen Fällen ist eine Operation notwendig. Die regelmäßigen Kontrollen beim Glaukompatienten beinhalten vor allem die Druckmessung, die Gesichtsfelduntersuchung und die Dokumentation der Sehnerven.

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