Politik von

Distanz zur Gewalt - in jeder Form!

Wer jetzt nicht lernt, ist unbelehrbar

NEWS-Redakteur Peter Pelinka © Bild: NEWS

Montag wurde in Dresden nicht marschiert, weder für noch gegen die Abendlandretter der Pegida. Nach einer Drohung gegen deren dubiosen Gründer wurden allen Kundgebungen untersagt. Ein Debakel für Demonstrationsrecht und Demokratie.

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Aber auch Rückenwind für Islamgegner: Pegida kann sich eine Märtyrerkrone aufsetzen. In Österreich erfülle die FPÖ die Rolle der Pegida, meint HC Strache. Seine Partei unterstützt deren ersten Wiener Aufmarsch am 2.2. Davor, am 30. Jänner, steigt das Spektakel um den blauen Akademiker-Ball (einen Tag später als Kontrast der „Wiener Ball der Wissenschaften“ im Rathaus). Ehrlich empörte Demonstranten versuchten 2014, den Zugang zum schmissigen Ball in der Hofburg zu blockieren, gar nicht ehrlich agierende Gewalttäter brachten das danach in Misskredit.

Auch 2015 gilt: jede zerstörte Geschäftsauslage, jeder angezündete Mistkübel, jeder verletzte Polizist nutzt politisch dem Ballveranstalter. Das gilt natürlich erst Recht für die Auseinandersetzung mit dem Terror. Jeder Gewaltakt verschärft die Angst, die Polarisierung, den Hass. Speziell die Moslems – natürlich längst auch Teil Österreichs – müssen sich von Untaten distanzieren, die vor allem auch zu ihrem Schaden verübt werden. Das tun sie schon. Sie sollten es noch lauter tun. Es geht nicht um Religion. Es geht um Werte, um universelle Menschenrechte.

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