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Keine Waffen in die Ukraine!

NATO gegen Russland, 1000 km vor Wien?

Ukraine: Passanten in Lugansk gehen an zerstörten Gebäuden vorbei. © Bild: imago/ITAR-TASS

Ursula von der Leyen, deutsche Verteidigungsministerin und logische Nachfolgerin Angela Merkels, weist die Forderung nach NATO-Waffenlieferungen an die Ukraine mit einem treffenden Vergleich zurück: diese wären nur Brandbeschleuniger.

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Waffen für Kiew – das hört sich angesichts der russischen Unterstützung für die Separatisten „gerecht“ an, wäre aber extrem gefährlich: im nächsten Schritt kämen US-„Berater“ für die marode ukrainische Armee (an deren Seite Milizen mit Hakenkreuzbinden kämpfen), im Gegenzug offizielle russische Soldaten. Fertig wäre die direkte Konfrontation von NATO und Russland, nebenbei nur 1000 Kilometer von Wien entfernt!

Es gibt also keine vernünftige Alternative zu politischen, diplomatischen Lösungen, deren Kern wohl nur eine weitgehende Autonomie für die Ostukraine (samt dortiger Volksabstimmung) sein kann. Lob für Merkel & Faymann. Gut, dass Angela Merkel den US-Falken aus Texas und Co. (die oft kaum wissen, wo die Ukraine überhaupt liegt) die Stirn bietet und Obama diesbezüglich stützt. Und gut, dass in diesem Punkt Werner Faymann mit ihr einer Meinung ist. Er gewinnt übrigens auch in Sachen Griechenland international Konturen, die ihm innenpolitisch auch gut täten.

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