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Das baldige Ende des BZÖ

Frank Stronach bewirkt doch etwas Positives: das Aus für die Orangen.

NEWS-Redakteur Peter Pelinka © Bild: NEWS

Es gibt etliche seltsame Aspekte in der nun voll angelaufenen Debatte um die Wehrpflicht-Volksbefragung in sechs Wochen: etwa, dass der jetzt für ein Berufsheer werbende Verteidigungsminister noch vor zwei Jahren die Wehrpflicht „in Stein gemeißelt“ sah. Etwa, dass jene ÖVP, welche den ehemaligen Zivildiener Norbert Darabos schon deshalb bis vor kurzem für ungeeignet für diesen Posten hielt, sich nun als Schutzpatronin der ehemals als „Drückeberger“ verhöhnten Zivildiener geriert. Oder dass – weniger überraschend als entlarvend – H.-C. Strache schon deshalb gegen ein Berufsheer agitiert, weil sich dafür zu viele Migranten melden könnten. Am skurrilsten aber das BZÖ, das zum Boykott der Volksbefragung aufruft. Motto: 50 Prozent Beteiligung = 50 Prozent für die Orangen …

Persönlich ist Josef Bucher ja durchaus ein Netter, fast sicher auch ein Anständiger. Jedenfalls viel anständiger als Parteigründer Jörg Haider, der – wäre er noch am Leben – heute wohl im Gefängnis säße, jedenfalls vor Gericht stünde. Aber politisch hat Bucher versagt: Nach dem Ende Haiders und der Schwächung seiner engsten Umgebung – von Petzner bis Westenthaler – hätte das BZÖ nur eine Chance zum längerfristigen Überleben gehabt: den Weg der rechts liberalen FDP, wirtschaftspolitisch konservativ, gesellschaftspolitisch liberal. Bucher positioniert(e) seine Partei ganz anders: wild gegen die EU, undifferenziert gegen die Regierung, sogar eine harm lose Sexualberatungsbroschüre bekämpfend wie weiland Kurt Krenn den „Sexkoffer“. Das alles kann die FPÖ glaubwürdiger, Frank Stronach unterhaltsamer. Dafür braucht man wahrlich nicht das BZÖ. Es wird demnächst untergehen. Frank Stronach hat auch sein Gutes.

Kommentare

Persönlich fas t ein Netter, wahrscheinlich auch ein Anständiger, was soll diese persönliche Diffamierung? Und Stronach nur dafür gut zu halten, dass er das Ende des BZÖ bewirkt, also das ist doch wirklich kein Grund den alten Herrn zu wählen! Was hat der denn zu bieten? Fahnenflüchtige BZÖler, die keine Chance mehr gehabt hätten, ihren gut gepolsterten Sessel zu behalten. Ein alter Mann, der vieles probiert und nicht alles so hinbringt, wie er möchte. Und die Landwirtschaft wird aufheulen, wenn er amerikanische Verhältnisse - sprich seine eigenen, nach Österreich bringen will. Und ein Politiker der nur gelegentlich in dem Land anzutreffen ist, in dem er regieren will, ist sicher nicht wünschenswert.

Wenn das einzige ist wozu Stronach nützlich ist, dann wähle ich ihn bestimmt nicht.
Wo sind die Positionen zum Thema Zuwanderung, Integration und Asyl?
Wo die Stellungsnahme zum radikalen Islam?
Gibt es überhaupt Themen abseits EURO, ESM, Fianzen?
Wie steht überhaupt Team-Stronach zur Homo-Ehe oder Drogenliberalisierung?
Alles Fragen über Fragen.
Da wähle ich gleich fpö oder bzö ............

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