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Kika und Leiner sind verstummt

Markus R. Leeb übr die Neuordnung bei kika/Leiner.

Markus R. Leeb © Bild: NEWS/Katharina Stögmüller

Es war einer der größten Deals des vergangenen Jahres. Die Gründerfamilie Leiner-Koch hat ihren Möbelkonzern verkauft. Die Verantwortung für 7.500 Jobs, 70 Möbelhäuser und rund 1,2 Milliarden Euro Umsatz ging an den südafrikanischen Mischkonzern Steinhoff. Für über 500 Millionen Euro wurde ein gesundes Unternehmen mit 40 Prozent Eigenkapital übernommen.

Nun verliert die Nummer 2 im europäischen Möbelhandel keine Zeit, ihr neues Unternehmen neu zu strukturieren. Die Gewerkschaft bereitet sich auf einen "massiven Personalabbau“ vor und fordert einen Sozialplan. Die GPA beschwert sich auch über "Druck auch auf Betriebsräte“. "Wir sind aus der Vergangenheit eine andere Kultur gewohnt“, sagt GPA-Mann Manfred Wolf.

Genau darum geht es. kika/Leiner war unter Koch ein kommunizierender Konzern. Nun herrscht Schweigen. Auf NEWS-Anfrage zu den Plänen von Steinhoff verwies man von Wien nach Deutschland und von Deutschland nach Südafrika. Nur Antworten gab es nicht. Damit sind wilden Spekulationen Tür und Tor geöffnet. Es wird gerätselt, ob ganze Möbelhäuser geschlossen oder alles in kika umbekannt wird. Das dies wirtschaftlich keinen Sinn macht (Konkurrenz hat drei Marken) spielt keine Rolle. Und wer schweigt, kann den Kurs einer Diskussion nicht bestimmen.

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