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Alptraum statt Traumhaus:
Schimmel im ganzen Haus

Micheala D.: "Als ich mich beschwerte, setzte uns die Genossenschaft vor die Tür"

Die Familie wird von Schimmelbefall im Haus geplagt © Bild: NEWS/Michael Appelt

Es hätte ihr Traumhaus werden sollen. Ein Reihenhaus im Grünen am Wiener Stadtrand. Ideal für die Alleinerzieherin Michaela D. und ihre vier Kinder. Doch das Haus im Grünen entpuppte sich als Alptraum. "Das hat mich die letzten Nerven gekostet", sagt Michaela D. heute über die Probleme mit dem Eigentümer, einer Wiener Genossenschaft.

Schon seit dem Einzug 2009 gab es ununterbrochen Schimmelbildung durch eindringende Feuchtigkeit. Die ganze Familie hat deshalb gesundheitliche Probleme. Michaela D. berichtet von Ausschlägen und ständigen Migräneanfällen. Krankheitsbilder, die keine Seltenheit bei schwerer Schimmelbildung sind. Als Frau D. sich mit NEWS trifft, sind auch andere Mietparteien der Genossenschaft anwesend. Sie berichten davon, dass es auch bei ihnen Schimmel und Feuchtigkeit gibt. Namentlich wollen sie nicht genannt werden. Das Beispiel Michaela D. schreckt sie ab.

Keine Verbesserung in Aussicht

Denn Michaela D. hatte irgendwann genug und wollte nicht mehr die volle Miete für das Haus mit Schimmelbefall zahlen. Da sich die Situation aus ihrer Sicht dauerhaft nicht änderte, beauftragte sie 2010 ihre Rechtsanwältin Sabine Diener, eine Mietzinsminderung durchzuführen. Doch die Genossenschaft antwortete mit einer Klage. Sie forderte nicht nur die volle Miete, sondern auch die Räumung des Hauses. Begründung: Die Mietzinsminderung sei zu hoch und daher mutwillig gewesen.

Die Wohnung wird geräumt

Michaela D. ließ Gutachten erstellen, die den Schimmelbefall bestätigen. Ein Gutachten kam sogar zum Schluss, dass das Haus phasenweise eigentlich unbewohnbar gewesen sei. Das Gericht sah es anders und gab der Genossenschaft recht. Die reduzierte Mietzahlung wurde nur teilweise anerkannt, und somit wurde auch die Räumung möglich.

Rechtsanwältin Diener versteht die Welt nicht mehr: "Wie hoch eine Mietzinsminderung angesetzt wird, darüber kann man lange streiten. Aber der Mieterin gar nicht die Möglichkeit einer Rückgängigmachung zu geben, das ist für mich das Irritierende. Was bedeutet das, wenn man das Rechtsmittel geltend macht und sofort geräumt wird? Dann traut sich das ja kein Mieter mehr."

Außer Spesen nichts gewesen

Nun muss Michaela D. das Haus bis Mitte August räumen. Sie hofft, dass die Genossenschaft ihr zumindest bei den Zahlungen entgegenkommt. "Es geht mir nur darum, nicht auf einem Berg Schulden sitzen zu bleiben, nur weil ich den Schimmel in meinen vier Wänden nicht hinnehmen wollte", appelliert sie.

Und so hilft NEWS

NEWS konfrontierte die Genossenschaft mit der Bitte von Michaela D. Dort will man nun prüfen, ob ein Entgegenkommen möglich ist. NEWS bleibt dran!

Kommentare

Karl Mitischka

ich bin froh nicht mehr Mieter bei dieser Genossenschaft zu sein.
auch ich konnte mir einiges gefallen lassen und bin auf den Kosten
meiner Aufwertung des Hauses sitzen gelassen.
Schimmel und Baumängel mit denen muß man leben oder selbst
renovieren.
Achtung an alle Interessenten !! Hände weg

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