NEWS KÄMPFT FÜR SIE! von

Traum von der Privatpension war futsch

Klaus F.: "Ich legte 55.000 Euro an. Ein Jahr später hatte ich nur noch 13.000."

Klauf F © Bild: Getty images

Stellen Sie sich vor, Sie haben 55.000 Euro und wollen diese Summe für Ihre Pension ansparen. Sie vertrauen sich einem Versicherungsmakler an, der Ihnen zu einer Lebensversicherung rät, die noch dazu "105 % Kapitalgarantie“ verspricht. Ihr Berater empfiehlt, zusätzlich einen Kredit über 137.000 Euro aufzunehmen. Derart gut beraten investieren Sie 191.000 Euro.

Etwa ein Jahr später verlangt die Bank, dass Sie weiteres Geld einzahlen, weil Ihre Geldanlage nun weniger wert sei als vor einem Jahr. Sie haben aber kein zusätzliches Geld und müssen deshalb die Lebensversicherung kündigen. Nach gut einem Jahr sind von Ihren 55.000 Euro, die Sie für die Pension anlegen wollten, nur noch 13.096 Euro übrig.

Enorme Kosten

So ist es Herrn Klaus F. aus Vorarlberg im Jahr 2005 ergangen. "Heute kann ich jedem nur raten, sein Geld lieber auszugeben“, meint er zu NEWS. Sein Rechtsanwalt Hans-Jörg Vogl: "Auf dem Produkt waren so hohe Kosten, Gebühren und Provisionen, dass dieses sogenannte Garantieprodukt nur ein garantierter Verlust werden konnte. Der gewinnbringend angelegte Teil des Geldes hätte jährlich 23 Prozent erwirtschaften müssen, um alleine die Kosten zu decken“, wettert Vogl.

Herr Klaus F. hat gegen die in Liechtenstein beheimatete Vienna-Life Lebensversicherungs AG ebenda Klage eingereicht. Der Fürstliche Oberste Gerichtshof hat ihm Recht gegeben. Das Geld wurde, so bestätigt die Vienna-Life, ausbezahlt. Nun überprüft der Staatsgerichtshof das Urteil.

Entschädigung zurück geklagt

Allerdings hat die Vienna-Life Herrn Klaus F. nun in Feldkirch verklagt und will das erstrittene Geld wieder zurück. Ein Sprecher der Vienna-Life: "Herr F. hat sich von einem Makler beraten lassen. Einen direkten Kontakt zur Vienna-Life gab es nicht. Wenn Herr F. geirrt hat, dann wurde jedenfalls ein großer Teil dieses Irrtums nicht durch uns verursacht“, rechtfertigt sich die Liechtensteiner Versicherung. Anwalt Vogl, der gut 50 gleich gelagerte Verfahren führt, fordert: "Die Versicherung soll zu ihrer Verantwortung stehen und Entschädigung leisten.“

Und so hilft NEWS

Die Vienna-Life Lebensversicherungs AG signalisierte im Gespräch mit NEWS Bereitschaft, sich mit Herrn Klaus F. zu einigen.

NEWS bleibt dran!

So erreichen Sie uns: Post: NEWS, Taborstraße 1-3, 1020 Wien, "NEWS kämpft für Sie“
E-Mail: news-kaempft@news.at
Internet: news.at/news-kaempft-fuer-sie

Kommentare