NEWS: Geht Ex-Kanzler doch nach Brüssel? Schüssel wird für hohe EU-Posten gehandelt

EU vergibt 2009 zwei Posten in Spitzenbürokratie Fischler und Brol sehen Chancen für ÖVP-Politiker

NEWS: Geht Ex-Kanzler doch nach Brüssel? Schüssel wird für hohe EU-Posten gehandelt © Bild: APA/Pfarrhofer

Hochkonjunktur für Polit-Kaliber. Im Herbst 2009 vergibt die EU zwei absolute Top-Jobs in Brüssel - jenen des neuen "ständigen EU-Präsidenten" und den des EU-"Außenministers". Ex-EU-Agrar-Kommissar Franz Fischler lässt nun aufhorchen.

Die NEWS-Frage, ob Österreich überhaupt den Funken einer Chance hat, einen der beiden Top-Jobs zu ergattern, beantwortet Fischler so: "Wenn, dann sehe ich nur Wolfgang Schüssel." Was Elmar Brok, wichtige Stimme bei Europas Konservativen, bestätigt: "Sollten wir 2009 wen zu nominieren haben, dann kommen nur Carl Bildt aus Schweden oder Wolfgang Schüssel aus Österreich infrage." Der Exkanzler hingegen, den viele aus der heimischen Spitzenpolitik "wegloben" wollen (entweder in die Nationalbank oder zumindest ins EU-Parlament), weist bislang alles von sich: "Keine Themen für mich." Er bleibe ÖVP-Klubchef im Wiener Parlament.

Fischler selbst, bis 2005 wichtigster EU-Kommissar in Brüssel, auf den die heimische Politik seit damals unverständlicherweise verzichtet, ist dafür international ebenso gefragt: Universitäten und Regierungen (im Mai: Xiang in China, Juni: Kamerun) buchen ihn. Für Sloweniens Regierung, derzeit im EU-Vorsitz, ist er "ständiger Berater". Europas Bischofskonferenz holte ihn als Arbeiskreisleiter für Klimafragen, die OECD in Paris als Projektleiter. Daheim hat man für den Tiroler bislang nur den Chefsessel im Ökosozialen Forum übrig.

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