Gastkommentar von

TV-Gebühren - Diesmal Vorreiter?

Von einer Reform der Fernsehgebühren würden alle Zuseher profitieren.

Gregor Schütze © Bild: APA/PHOTONEWS.AT/GEORGES SCHNEIDER

TV-Gebühren. Von einer Reform der Fernsehgebühren würden alle Zuseher profitieren. Österreich hat erstmals die Chance dabei, eine Vorreiterrolle zu übernehmen.

Österreich war bei der Entwicklung eines dualen Rundfunkmarktes wahrlich kein Vorreiter. Erst vor zehn Jahren wurde bei uns, als letztes Land in Europa (sic!), Privatfernsehen gesetzlich zugelassen und auch noch heute vermisst man fairen Wettbewerb und Chancengleichheit schmerzlich.

Durch das Gebührenmonopol des ORF existiert nach wie vor eine dramatische Schieflage, weil die privaten Fernsehsender zwar auch öffentlich-rechtliche Inhalte ausstrahlen, diese aber nicht wie der ORF direkt durch Gebühren finanziert bekommen. Es braucht daher dringend wirksame Maßnahmen, um eben einen solch fairen Wettbewerb zwischen dem öffentlich-rechtlichen und den privaten Sendern zu schaffen. Da weitere Werbeeinschränkungen des ORF derzeit politisch wohl nicht zu erwarten sind, braucht es daher vor allem eine Präzisierung von öffentlich-rechtlichen Inhalten und eine daraufhin abgestimmte Förderpolitik.

Im Interesse der Fernsehzuseher ist es dann nur logisch und konsequent, die von ihnen bezahlten Gebühren auch auf alle österreichischen TV-Sender gemäß ihren öffentlich-rechtlichen Programminhalten zu verteilen. Damit würde sich auch automatisch Breite und Qualität des gesamten TV-Angebots verbessern. Man kann es grundsätzlich als vorsichtig positiv beurteilen, wenn sich die neue Bundesregierung in ihrem Regierungsprogramm zu einer Sicherung des Wettbewerbs in einem dualen Rundfunksystem bekennt. Damit kann schließlich nur eine Reform des Gebührensystems gemeint sein, um letztlich eben fairen Wettbewerb und Chancengleichheit zu schaffen.

Wir warten nun gespannt auf die Umsetzung – eine Chance, diesmal tatsächlich Vorreiter zu sein, wäre es jedenfalls

Gregor Schütze, Direktor Marketing/Finanzen bei ATV, Ex-Sprecher von Maria Fekter

Kommentare

GerryWest

Kaum hört der ORF das die Pensionisten eine kleine Erhöhung bekommen, will er auch seine Gebühren wieder anpassen! Der ORF könnte sich viel Geld sparen wenn er die vielen Moderatoren in allen Sportarten ausgeschiedene, active, ehemalige Sportgrössen und jetzige Millinonere moderieren zusätzlch erzählenen sich Geschichten auf Kost der GIS Zahler.

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