NEWS: Für Erste-General Treichl ist ein Kauf der Bawag noch nicht vom Tisch

NEWS-Interview: "Wenn es der dringende Wunsch ist, werden wir sicher nicht Nein sagen."

In der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS nimmt der Erste Bank-Generaldirektor Andreas Treichl zum bevorstehenden Bawag-Verkauf und einem möglichen Interesse von Seiten der Erste Bank Stellung: "Wir werden von uns aus nicht aktiv werden", stellt Treichl klar. Allerdings will der Erste Bank-Boss das nicht als Absage verstehen.

Vielmehr ist für Treichl der Kauf der Bawag sehr wohl eine Option: "Aber wenn es der dringende Wunsch ist, dass wir gemeinsam mit der Wiener Städtischen - wir würden das nur zusammen machen - um die Bawag bemühen sollen, dann werden wir sicherlich nicht Nein sagen." So oder so, wecken die Verkaufsunterlagen freilich auch bei ihm die Neugierde: "Es hängt natürlich ab, was die Unterlagen kosten werden. Aber natürlich sollte man sich diese anschauen, weil man Informationen über den Mitbewerber erhalten könnte."

Dass ein möglicher Bawag-Kauf den Erste Bank-Aktionären auf Unverständnis stoßen könnte glaubt Treichl nicht, obwohl er sich bewusst ist, dass "wir nur ein Partner sein können, wenn wir den Kauf unseren Aktionären als eine sinnvolle Transaktion unterbreiten können. Wenn wir das nicht können, werden wir es bestimmt nicht machen. Institutionen, die keine Aktionäre haben, werden sich sicherlich leichter tun", schätzt der Spitzen-Banker die Lage ein. Der Verkauf der Bawag ist für Treichl jedenfalls kein Malheur: "Ich habe keine Ahnung wer die Bawag kaufen wird. Die Struktur des österreichischen Bankwesens wird sich dadurch nicht dramatisch verändern."

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