NEWS-Exklusiv: Anklage gegen früheren blauen Bundesrat John Gudenus ist fertig!

Justiz wirft das "Abstreiten wesentlicher Kernbereiche des Nationalsozialistischen Massenmordes" vor

Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, ist die Anklage gegen den Ex-Bundesrat und ehemaligen FPÖ-Rechtsausleger John Gudenus nun fertig. In dem Papier, das NEWS exklusiv vorliegt, wird Gudenus die Verletzung des Paragraphen 3h des Verbotsgesetzes, nämlich "die Leugnung oder gröbliche Verharmlosung des NS-Völkermordes" vorgeworfen.

Die Anklage stützt sich zunächst auf das Faktum, dass der 66-jährige Gudenus die "intellektuelle Befähigung" und einen "historischen Kenntnisstand" habe, der "über oberflächliches, laienhaftes Wissen hinausgeht". Gudenus sei demnach also politisch zurechnungsfähig.

Im Detail beklagt die Staatsanwaltschaft, dass John Gudenus in einer Sendung des ORF-Report bei der Frage nach der Existenz von Gaskammern im Dritten Reich gemeint habe, man könne dabei nicht "ja oder nein" antworten. Und weiters: "Ich glaube man sollte dieses Thema ernsthaft debattieren. Ich fordere eine Prüfung."

Weiters zitiert die Anklage aus einem Zeitungsinterview, in dem Gudenus gemeint habe, "es gab Gaskammern, aber nicht im Dritten Reich , sondern in Polen. So steht es auch in Schulbüchern."

Dem hält die Anklage entgegen, dass es in Mauthausen, Ebensee oder Hartheim ebenfalls KZ mit Gaskammern gegeben habe und in den von Gudenus zitierten Schulbüchern außerdem "Polen nur als geographischer Begriff gilt", der nicht für das großdeutsche Reich stehe.

Der Prozess gegen Gudenus beginnt am 26. April im Großen Schwurgerichtssaal des Wiener Landesgerichts.

Die gesamte Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS!