NEWS präsentiert: Einsteins junge Erben
Die besten Jungforscher Österreichs

NEWS präsentiert: Einsteins junge Erben
Die besten Jungforscher Österreichs © Bild: Andreas Fischer

A. Gemes, 27:
Historiker, Universität Graz

Diplom statt Diplomat. Eigentlich wollte Andreas Gemes als Diplomat Karriere machen. Doch statt auf internationalen Banketten brilliert der Ausnahmehistoriker jetzt mit wissenschaftlichen Publikationen. Für seine Diplomarbeit über das fiktive Staatskonstrukt Donau-Föderation erhielt er 2007 den Buchbinderpreis, der immerhin mit 20.000 Euro dotiert ist. Im April 2008 beendet Gemes das Doktoratsstudium. Sein Wissen gibt er schon jetzt als Lektor auf Konferenzen und auf der Universität Graz weiter.

www.uni-graz.at

Anja Haase, 35:
Chemikerin, Joanneum

No na: Die Nano-frau! Schon
in der Schule begeisterte sich Anja Haase für Chemie. Logische Konsequenz: das Technische-Chemie-Studium an der TU Graz. Seit mittlerweile acht Jahren forscht die Chemikerin am Joanneum Research in der Nanotechnologie an vorderster Front. Derzeit arbeitet sie an der Entwicklung organischer Halbleiter, die etwa in der Lebensmittelüberwachung eingesetzt werden können.

http://portal.tugraz.at

Barbara Prazak-Aram, 31:
Pädagogin, ARC

Forschung für den Alltag. Von wegen Wissenschaft ist abgehoben: Die Forschungsergebnisse von Barbara Prazak-Aram sind im ganz alltäglichen Bereich angesiedelt. Die studierte Sonder- und Heilpädagogin entwickelt als Projektleiterin im Bereich Biomedical Engineering der Austria Research Centers (ARC) Hilfsmittel für Menschen mit Behinderungen und Menschen im Alter. „Die von uns zuletzt entwickelte Computermaus etwa lässt sich mit dem Mund steuern“, verkündet die Forscherin stolz. 2007 erreichte Barbara Prazak-Aram den dritten Platz beim Genius-Ideenwettbewerb das Landes Niederösterreich.

www.arcs.ac.at/

Alexander Loy, 33:
Mikrobiologe, Uni Wien

Spurensuche im Mikrokosmos. Das Baby ist da, jetzt braucht es nur noch einen Namen. Denn „Sulfatreduzierende Prokaryoten“ klingt doch ein wenig sperrig. Mikrobiologe Alexander Loy entdeckte bisher unbekannte Mikroorganismen, die den Sulfatanteil in Feuchtgebieten veratmen.

www.univie.ac.at

Thomas Lörting, 34:
Chemiker, Universität Innsbruck

Im Zeichen des wasser-Manns. „Eigentlich war ich ein Ass in Mathe, ließ mich aber bei der Studienberatung zu Chemie überreden.“ Eine gute Wahl: 15 Jahre später zählt Thomas Lörting zu den erfolgreichsten Chemikern des Landes. Das Sprungbrett für seine wissenschaftliche Karriere war die Veröffentlichung seiner Diplomarbeit im renommierten „Journal of the American Chemical Society“. Sein laufendes Forschungsprojekt, in dem er nachweist, dass Wasser aus unterschiedlichen Substanzen besteht, wurde im Herbst 2007 mit dem 1,2 Millionen Euro schweren START-Forscherpreis ausgezeichnet.

www.uibk.ac.at

Konstanze Zwintz, 33:
Astronomin, Uni Wien

Sterntaler. Woher kommen wir, und warum sind wir auf der Erde? Diese Fragen brachten Konstanze Zwintz zur Astronomie. Der Antwort rückt sie immer näher: In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit der „Pubertät“ von Sternen, die bis zu 10 Millionen Jahre dauert. So will sie die Vergangenheit des Sonnensystems rekonstruieren.

www.univie.ac.at

P. Mayrhofer, 35:
Werkstoffwissenschaftler, Uni Leoben

Technische Oberschicht. Theoretisch hört sich ja alles ganz plausibel an, aber in der Praxis scheitert’s oft am Material. „Man könnte schon längst leistungsstärkere Maschinen produzieren – aber die Werkstoffe verschleißen noch zu schnell“, so Paul Mayrhofer. Um das zu ändern, forscht er mit seinem Team an der Montanuniversität Leoben rund um Beschichtungsmaterialien von Kolbenringen, Turbinenschaufeln & Co. Mit der Atomsonde analysiert und verbessert er die Nanostruktur von verschiedenen Werkstoffen.

www.univie.ac.at

Thomas Bugnyar, 36:
Biologe, Uni Wien

Vater der raben. Der Volksmund spricht den Raben schon lange eine hohe Intel-ligenz zu, Thomas Bugnyar liefert nun den wissenschaftlichen Beweis. Der Verhaltensforscher experimentiert seit dreizehn Jahren mit den schlauen Vögeln und belegt, dass sie zu cleveren Täuschungsmanövern und komplexen Denkprozessen fähig sind. Für die nächsten sechs Jahre ist das Projekt durch den START-Preis gefördert.́

www.univie.ac.at