NEWS-Editorial von

Liebe Leserin, lieber Leser!

NEWS-Editorial - Liebe Leserin, lieber Leser! © Bild: NEWS

Sie haben alle mitgemacht, Bundespräsident und Wiener Bürgermeister, Bundeskanzler und Vizekanzler, Wirtschaftskammerpräsident und
Finanzministerin, der Chef des größten Unternehmens und jener der größten Versicherungsgruppe in Österreich. Sie alle haben sich vom NEWS-Team über die Schulter schauen lassen – auf ihre Schreibtische, auf ihre beruflichen und privaten Accessoires. Eine Schau-Geschichte der besonderen Art (S. 28).

Die Mächtigsten im Lande (zumindest eine Auswahl davon) – wie mächtig sind sie wirklich? Zumindest in Österreich sehr. International weniger – eben der Größe und dem Stellenwert unseres Landes entsprechend. Das zählt in Zeiten einer globalen Finanzkrise, die zur europäischen Schuldenkrise und zur Gefahr für den Euro geführt hat, nicht allzu viel. Immerhin kann Österreich da noch Impulse setzen, Denkanstöße liefern, Verbündete suchen – wie etwa in
Sachen Finanztransaktionssteuer, nun auch von der EU-Führung
gefordert. National isoliert könnte Österreich nicht einmal das – und würde wirtschaftlich viel schlechter dastehen als heute, allen Sehnsüchten nach dem „alten“ Schilling“ (Umfrage, S. 68) und der „immerwährenden Neutralität“ (Gastkommentar, S. 36) zum Trotz. Einer der wenigen Österreicher, die selbst die europäischen Mechanismen erfahren, ja mitgestaltet haben, ist Ex-EU-Kommissar Franz Fischler. Umso gewichtiger seine Einschätzungen zur aktuellen Krise (S. 62).

Natürlich gibt es auch noch innerösterreichische Gestaltungsspielräume. Etwa, ob wir die Blockaden gegen eine Modernisierung des Bildungssystems hinnehmen oder das vom 3. bis 10. 11. aufliegende Volksbegehren (S. 14) unterstützen wollen. Tun wir Zweiteres!