Leben von

Einmal Pommes, bitte!

"Stilfragen": Ela Angerer über die aktuellen Bikinivorlieben von Britney Spears

Ela Angerer © Bild: News

Es ist Sommer. Auch für Britney Spears. Knackbraun wie eine Flughostess in den Siebzigerjahren kauft sie sich und ihren Kindern am Strand ein Eis. Sie zu fotografieren lohnt sich immer, deshalb folgen ihr Paparazzi von Las Vegas an die Riviera und bis Honolulu: Sobald es warm ist, trägt die amerikanische Sängerin rund um die Uhr Bikini. Für die Fotografen ist das wie Weihnachten und Silvester zusammen, denn Spears zeigt sich jeden Tag in einem anderen Modell.
Man stellt sich vor, wie sie am Flughafen ankommt, mit nichts als einem Koffer voller Zweiteiler. Wäre sie Rihanna, würde sie sich später am Pool räkeln und ihre Umgebung mit abgehobenen Luxusmodellen von Chanel und Eres einschüchtern. So etwas muss man bei der Blondine aus Mississippi nicht befürchten: Nach 140 Millionen verkauften Tonträgern sieht sie sich nicht als vom Olymp herabgestiegene Göttin, sondern immer noch als einfache Frau von nebenan. Sie bleibt, wie man auf den ersten Blick erkennen kann, in Sachen Bademode bei leistbarer Kaufhausware.
Die Hose zwickt ein bisschen und das Oberteil rutscht – wer kennt das nicht? Deshalb steigen die meisten von uns ja irgendwann auf den sportlichen Einteiler um. Aber Britney kennt da nichts. Schließlich hat sie sich ihren Body knallhart erarbeitet. Dreihundert Abende im Jahr tritt sie in einer Show in Las Vegas auf. Ein Kraftakt, für den man die Ausdauer eines Dach deckers und die Nerven einer Servierkraft in der Hochsaison braucht.
Klar, dass sie jetzt zeigen will, was sie hat. Man sieht sie und würde gerne rufen: „Einmal Pommes, bitte!“ Und als Überlebenskünstlerin, die Britney Spears als gefallene Lolita und langjährige Ecstasy-Konsumentin nun einmal ist, hätte sie damit überhaupt kein Problem. Britney würde sie einem einfach bringen.

Was meinen Sie? Schreiben Sie mir bitte: angerer.ela@news.at

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