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Affäre Hofer: Das neue Dokument

Firma plante mit iranischem Investor Flugzeug-Leasing in großem Stil

Norbert Hofer © Bild: APA/Hans Klaus Techt

180 Millionen Euro für eine Staatsbürgerschaft? Kann nicht sein. So reagierte die FPÖ vergangene Woche auf einen News-Bericht, der sich mit der früheren Geschäftstätigkeit des blauen Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer befasste. Hofer war bis 2014 rund um die PAF Privatstiftung eines Schulfreundes und dessen Luftfahrtunternehmen aktiv.

Im Artikel ging es unter anderem um eine augenscheinlich notariell beurkundete eidesstattliche Erklärung von Mehmet Y., dem früheren Chef einer dieser Firmen, der Map Holding GmbH. Laut Dokument soll Hofer bei einer Geschäftsbesprechung im Parlament einem potenziellen Investor aus dem Iran gesagt haben, er werde persönlich dafür Sorge tragen, dass dieser die Staatsbürgerschaft erhält, wenn er 180 Millionen Euro in die PAF Privatstiftung einbezahle.

Kann eine solche Größenordnung stimmen? News veröffentlicht diese Woche ein Dokument, bei dem es sich augenscheinlich um eine Art Vorvertrag zwischen der Map Holding und einer Firma aus den Vereinigten Arabischen Emiraten handelt. Darin ging es offensichtlich um eine geplante, komplexe Finanzierung auf Basis einer Bankgarantie über – siehe da – 180 Millionen Euro. Der tatsächliche Kreditbetrag hätte bei 70 bis 75 Prozent davon liegen sollen, also bei rund 130 Millionen Euro.

Bei der arabischen Firma gab man sich auf News-Anfrage zunächst unwissend, verwies jedoch in einem sehr formlos gehaltenen E-Mail darauf, dass der Firmenchef nicht da wäre und später eventuell weitere Informationen geben könnte. Üblicherweise bestätigen seriöse Finanzierungsfirmen in der Öffentlichkeit allerdings ohnehin keine Kundenbeziehungen.

Die Finanzierungsvereinbarung trägt jedenfalls allem Anschein nach die Unterschrift von Mehmet Y. und einen Firmenstempel der Map Holding. Der türkischstämmige Geschäftsmann war im März 2014 bei einem Geschäftstermin im Parlament von Hofer und seinem Schulfreund Peter F. zum Map-Chef ernannt worden. Gemeinsam mit dem iranischen Investor Mohsen A. sollte er große Pläne umsetzen. Auf News-Anfrage zu der Finanzierungsvereinbarung erklärt Y.: „Ich rede überhaupt nicht ohne meinen Anwalt.“

Hofers Schulfreund Peter F. bestätigt allerdings, dass Mohsen A. vorgegeben habe, „groß“ ins Luftfahrtgeschäft einsteigen zu wollen. Es sei zu lange her, um die genannten Beträge zu verifizieren, meint F. in einer Stellungnahme. Es seien aber großvolumige Finanzierungen via Bankgarantie angedacht gewesen. Damit habe man Flugzeuge kaufen und an Airlines verleasen wollen. Daraus wurde nichts, da laut F. der iranische Investor letztlich keine einzige Finanzierung habe aufstellen können. Eines sei klargestellt: F. selbst ist kein Anfänger im Luftfahrt-Business. Er ist trotz der internationalen Finanzkrise und ihren Folgen seit vielen Jahren in diesem Geschäftsfeld tätig.

Ob Hofer zum Zeitpunkt der Finanzierungsvereinbarung noch rund um die Map Holding tätig war, ist aus der undatierten Dokumentenseite nicht ableitbar. News fragte nach, ob die Investitions- und Finanzierungspläne Thema bei der Besprechung mit Hofer, Peter F., Mehmet Y. und Mohsen A. im Parlament waren. F. verneint das. Hofer-Sprecher Martin Glier erklärt, der Präsidentschaftskandidat habe sämtliche erwähnten Aufgaben ehrenamtlich übernommen und korrekt gehandelt. Hofer habe nie die Verleihung einer Staatsbürgerschaft versprochen oder zugesagt und auch nie zugesagt oder versprochen, sich für die Verleihung einer Staatsbürgerschaft zu verwenden. Man prüfe rechtliche Schritte.

Mehr zum Thema lesen Sie im aktuellen News 13/2016.

Kommentare

Mir ist viel lieber er fädelt mit Iran anstatt mit Israel Geschäfte ein. Und als Nationalratsvizepräsident kann er ohnehin keine Staatsbürgerschaften vergeben, WO BITTE BLEIBT DA DER SKANDAL?

Hätte sich Hofer nicht zur Kandidatur bereit erklärt, gäbe es auch keine "neuen Dokumente", die alle nach der Wahl wieder verschwinden.
Als "Nazi" kann man ihn offensichtlich nicht mehr bezeichnen. Dazu ist er viel zu jung.
Aber "FPÖ raus und Flüchtlinge rein" schenken Links-Grüne Demonstranten.

Argus1966 melden

Das News eine rote Zeitung ist, ist schon lange bekannt. Die haben auch früher schon hauptsächlich auf den Blauen herumgehackt. Eine objektive Berichterstattung ist nicht möglich. Sonst würde hier auch die Korruption der Grünen angeprangert werden - ja, richtig gelesen. Oder glaubt wirklich jemand, dass den Grünen in Wien von Häupl keine Versprechnungen gemacht wurden, damit sie der ......

Argus1966 melden

.... roten Regierung in Wien wieder an die Macht helfen. Gut, es ist kein Bestechnungsgeld geflossen, aber für mich ist das trotzdem Korruption. Wasser predigen und Wein trinken

Nudlsupp melden

Das mit dem Glauben ist so eine Sache. Da sind andere Institutionen besser geeignet. Wenn Sie die Korruption der Grünen anprangern, seien Sie doch bitte so freundlich und lassen uns wissen, was Sie konkret meinen. Vielen Dank

Argus1966 melden

Ohne Zustimmung von Herrn Häupl hätte die Vassilakou ihre Mahü nie gekriegt. Als Dank dafür ist man bei der nächsten Wahl wieder Gewehr bei Fuß gestanden und hat den Sesselpicker wieder hochgehieft - eine Hand wäscht die andere

Man sehe auf das Datum 1. April !!!!!!!!!

Ich dachte immer beim Hofer ist es billiger!! 180 Millionen für eine Staatsbürgerschaft ist schon happig!!
PARTOFTHEGAME kennt man ja von den Blauen!!
Mich wundert das nicht!

christian95 melden

Da merkt man wieder was so ein Fairnessabkommen in der Praxis wirklich wert ist.

christian95 melden

Wer braucht noch eine Staatsbürgerschaft?
Von der Türkei kann man in jedes EU Land ungehindert reisen und sich niederlassen und dort Sozialleistungen kassieren.

christian95 melden

Es geht immer noch blöder!
In Deutschland z.B. das Bundesland Baden-Würthenberg hat 10 Mio Einwohner und EINE Regierung. Bei uns mit 8 Mio gibt es 9 verschiedene Mindestsicherungen. Damit "Flüchtlige" nicht immer in jenes Bundesland wandern wo es die höchsten Sozialleistungen gibt, will die nun Rot-Schwarze Regierung ein eigenes Gesetz.

christian95 melden

Statt einheilich in allen Bundesländern Mindestsicherungen zu gewähren haben nun gleich auf 9 Stellen Parteigünstlinge, Rechtsanwälte und Richter (mit Einsprüchen) eine Beschäftigung, die wieder einmal der Steuerzahler zu finanzieren hat. (Flüchtlinge haben dafür ja kein Geld).

Nudlsupp melden

Was ich jetzt an Ihrer üblichen parteipolitisch gefärbten Lügenpropaganda nicht erkennen kann, wieso sie nicht auf das Thema hier eingehen. Ist es Ihnen so unangenehm?

giuseppeverdi melden

Lieber "christian95". Was jammern Sie schon wieder, über das Fairnessabkommen? Sie scheinen vergessen zu haben, dass Hofer dieses Fairnessabkommen gar nicht unterzeichnet hat. Aber so ist es bei Ihnen als Kampfposter der FPÖ immer. Das was der FPÖ zum Vorteil gereichen würde wird vehement eingefordert und alles andere abgelehnt!

da konstruiert man halt krampfhaft was... so nach dem motto wird scho was hängenbleiben..... trauerspiel diese presse :(

Grübelt auch bei den rot, schwarzen Gaunern!!!Grün kann man eh nicht ernst nehmen!

viel heiße luft steht im raum, ich lüfte mal

PartoftheGame melden

Part of the Game hat ja Tradition bei den Blauen!!!
mir faellt da spontan Scheuch ein

Schnadahuepfl melden

Der kann nix dafür, er war einfach zu gesund (von den vielen Watschn, die er in er Jugend verabreicht bekam, wie er selbst stolz erklärte), da wird man leicht übermütig und schlägt über die Korruptions-Stränge.

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