Stilfragen von

Erzähl das Prinz Harry, liebe Elsa

Werden Kurven jetzt auch bei "A-List"-Kerlen salonfähig?

Ela Angerer © Bild: News

Wenn junge Männer von schwedischen Mädchen träumen, dann so: lange blonde Haare, strahlend blaue Augen, schlank, Pfirsichteint. Dazu ein Naturell wie Prinzessin Lillifee, also ganz Frohnatur und immer nett. Das in Stockholm geborene Victoria's-Secret-Model Elsa Hosk besitzt all diese Eigenschaften. Sie würde damit unter normalen Umständen in ihrem Beruf nicht weiter auffallen, schließlich werden aus Skandinavien und Australien laufend neue Exemplare dieser Gattung nachgeliefert. Vor wenigen Tagen hat die passionierte Basketballerin allerdings lautstark nach mehr Plus-Size-Kolleginnen im Dienste des Unterwäschelabels verlangt. Nun kennt die ganze Welt ihren Namen– und rätselt: Werden wir demnächst Laufstegengel in Slipgröße medium oder gar large zu sehen bekommen? Werden bei der nächsten Show an den Oberschenkeln der Mädchen beim Gehen mehr als Haut und Knochen wackeln? Der Konzern selbst lässt sich diesbezüglich noch nicht in die Karten blicken. Doch können wir davon ausgehen, dass die Manager von Victoria’s Secret rechnen können: Wenn sich siebzig Prozent der potenziellen Kundinnen von den vorführenden Damen nicht vertreten fühlen, könnte es Sinn machen, die Truppe um ein paar Frauen, die Brot und Nudeln nicht nur vom Hörensagen kennen, zu erweitern. Ein Schelm, wer jetzt denkt, dass die schwedische Elsa Hosk vom Konzern selbst vorgeschickt wurde, um das mediale Terrain aufzubereiten. Trendsetter sind auf jeden Fall schon gespannt, wer den Job als Quoten-Kurvenwunder ausfüllen dürfen wird. Wenn jetzt noch ein sogenannter „A-List“-Kerl wie der Schauspieler Ian Somerhalder („Vampire Diaries“) oder Großbritanniens Prinz Harry Hand in Hand mit einer diätbefreiten Venus auf Events auftaucht… ich glaube, dann kommt er wirklich bald, der große Komet.

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