NEWS 27/11 von

Die besten müssen zuhause bleiben

Tino Teller über das "Gwirks" mit der U20-WM

NEWS 27/11 - Die besten müssen zuhause bleiben © Bild: NEWS/Ricardo Herrgott

Spanien, England, Frankreich, Portugal, Kroatien – und Österreich. Das sind die sechs Teilnehmer aus Europa, die sich für die U20-Fußball- WM in Kolumbien (29. Juli bis 20. August) qualifiziert haben. Eine österreichische Nationalmannschaft mitten in der Weltelite, mit einem Gruppengegner wie dem vierfachen U20-Weltmeister Brasilien? Als leidgeprüfter rot-weiß-roter Fan reibt man sich zweimal die Augen, bevor man das überhaupt glauben kann. Aber 's wär net Österreich, wenn man eine solche einmalige Chance für unseren Kicker-Nachwuchs nicht "versemmeln" würde. Denn U20-Teamchef Andreas Heraf kann bei diesem Turnier nicht mit seinen besten Spielern antreten, sondern nur mit jenen, die von ihren Klubs auch "freigestellt" werden. Gut, ein David Alaba oder ein Aleksandar Dragovic werden bei Bayern München oder in Basel während der Weltmeisterschaft vielleicht wirklich für "höhere Aufgaben" vorbereitet. Aber warum ein Klub wie zum Beispiel Red Bull Salzburg die Freigabe einiger Nachwuchskicker unter Hinweis auf die gleichzeitig laufende österreichische Meisterschaft verweigert, kann wahrscheinlich nur der Fußballgott erklären. Und der ist mit Sicherheit kein Österreicher.

strasser.nina@news.at