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Lehrer: Viel Stress & viel Urlaub

Fällt in Österreich bald der freie Oster- und Pfingstmontag?

Kommentarfoto News Pelinka © Bild: News / Stoegmueller Katharina

Hurra, die Ferien wurden verlängert: 600.000 dänische Schüler durften auch Osterdienstag weiter blau machen. Die Arbeitgeber wollen mit der Aussperrung von 50.000 Lehrern auf sie Druck ausüben, künftig länger an den Schulen zu sein. Erinnert an Österreich. Bloß: Osterdienstag muss man hierzulande niemand von den Schulen aussperren.

Der ist ohnehin frei, als letzter von neun Tagen Osterferien, die am 23.März begannen. Im Februar war auch eine Woche schulfrei – Semsterferien. Sechs Wochen zuvor hatten die zweiwöchigen Weihnachtsferien begonnen. Mitte Mai gibt es die nächsten freien Tage, vier am Stück: Pfingstferien. Und bis zu Beginn der „großen“, achtwöchigen Pause noch zwei Erholungsdonnerstage, Christi Himmelfahrt (9.Mai) und Fronleichnam (30.Mai). Dazu noch zwei schulfreie Tage, von den Landesschulräten verordnet, meist an einen der beiden Fenstertage gelegt.

Das soll kein plumpes Lehrer-Bashing sein. Die meisten sind engagierte PädagogInnen, aber eben mit viel Urlaub. Sie haben es auch verdient, dass nun über gerechtere Gehälter verhandelt wird, höhere bei Einsteigern (2400 brutto), niedrigere „oben“ (ohne Zuschläge 4330 brutto). Gerade von idealistischen Lehrern wird aber auch die Meinung geteilt, die häufigen Unterbrechungen des Schuljahrs und die hohe Gesamtzahl der freien Tage erschwerten das Fortkommen im Unterricht und das Zusammenwachsen einer Klassengemeinschaft. Das könnte sich bald ändern: ausgerechnet Kardinal Schönborn hat angedeutet, die Kirche könnte über zwei nicht liturgisch „gebrauchte“ Feiertage verhandeln: Oster- und Pfingstmontag. Würde mit den beiden Dienstagen vier Schultage mehr bedeuten. Dann könnte man übrigens auch die Erhöhung der Mindesturlaubszeit um eine Woche auf sechs andenken. Lehrer hätten freilich nichts davon.

Kommentare

Wenn man Ihren Lohn aufs Jahr umlegt x14 und Ihre freie Zeit abzieht komme ich auf 9 Monate Arbeit und einen Nettolohn von 3626 Euro. Verlgleichen Sie sich mit anderen Berufsgruppen und stellen Sie selbst fest ob dies viel oder wenig ist. Ich finde das es Zeit ist das Lehrer aufhören zu jammern und einen gerechten Beitrag für die Gesellschaft leisten wie alle anderen auch.DANKE

Andrea Klein

lieber herr pelinka, nur zur richtigstellung: mein verdienst betragt 3.852 (brutto) sprich 2.330,97(netto) UND ich stehe vor dem letzten biennalsprung ( sprich, ab nächstem jahr gibt es mehr keine gehaltserhöhung bei mir, einer ganz normal eingestuften NMS-Lehrerin)

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