Neustart für ÖFB-Cup mit "Tore für Europa":
Fußball-Bewerb erstrahlt in neuem Gewand

ÖFB-Präsident Windtner verspricht frischen Wind Cup soll auch finanziell attraktiver gestaltet werden

Neustart für ÖFB-Cup mit "Tore für Europa":
Fußball-Bewerb erstrahlt in neuem Gewand © Bild: APA/Artinger

Neuer Pokal, neues Logo, neuer Slogan - der österreichische Fußball-Stiegl-Cup präsentiert sich ab sofort mit einem neuen Gesicht. "Wir haben den Cup entstaubt und wollen dem Cup mit einem neuen, attraktiveren Erscheinungsbild einen Impuls geben. Dadurch soll er jenen Stellenwert bekommen, den er in vielen anderen Ländern wie Deutschland oder England hat", meinte ÖFB-Präsident Leopold Windtner in Wien.

Als Slogan für den seit 1919 ausgetragenen Bewerb wurde "Tore für Europa" gewählt. Damit soll deutlich hervorgestrichen werden, dass dank des Cups ein Platz in der Qualifikation der Europa League nur sechs Siege entfernt ist, der Cup also der kürzeste Weg auf die internationale Bühne ist.

Bereits dem kommenden Cupsieger winkt eine deutlich größere Version der vom Italiener Silvio Gazzaniga entworfenen Trophäe. Der neue "Pott" kommt auf ein Gewicht von 16,45 kg und eine Höhe von rund 70 cm, der Herstellungswert beträgt 20.000 Euro. "Wir wollten einen Pokal, aus dem man trinken kann und den man bei der Siegerehrung nicht auf dem ganzen Feld suchen muss", erklärte ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig launig.

Austragungsort für Finale noch offen
Wo das Finale am 16. Mai ausgetragen wird, steht unterdessen noch gar nicht fest. Zur Wahl stehen Wien und Klagenfurt. Die Kärntner Landeshauptstadt kommt allerdings nur infrage, wenn es nicht zum viel diskutierten Rückbau der Wörthersee-Arena kommt. Geplant ist, dass das Finale dann zumindest drei bis fünf Jahre im selben Stadion ausgetragen wird. Salzburg kommt - wie bei Länderspielen - aufgrund des Kunstrasens nicht infrage.

Neustart auch aus finanzieller Sicht
Finanziell wird der Cup ab sofort attraktiver sein. Vor allem auch für die kleineren Clubs, denn in der bereits absolvierten ersten Runde verblieben den Heimvereinen die gesamten Zuschauereinnahmen. Erst ab der zweiten Runde gibt es wieder eine Teilung der Einnahmen, zusätzlich erhält jede Mannschaft 4.000 Euro Startgeld, was eine 25-prozentige Steigerung zum Vorjahr bedeutet.

Die Prämien von der dritten Runde bis zum Finale können erst nach Abschluss des TV-Vertrags fixiert werden. Sie werden aber um zumindest 20 Prozent angehoben. (apa/red)