Neustadt gegen Ried von

Nächste Pleite für Wr. Neustadt

Die Niederösterreicher treffen endlich, verlieren aber trotzdem daheim gegen Ried

Neustadt gegen Ried - Nächste Pleite für Wr. Neustadt © Bild: GEPA/Rodriguez

Für Wiener Neustadt gibt es in der neuen Bundesliga-Saison weiter nichts zu holen. Die Niederösterreicher verloren am Sonntag das Heimspiel der 4. Runde gegen SV Ried 2:3 (1:1) und zieren nach wie vor das Tabellenende. Gleich vier der fünf Tore wurden vor nur 1.400 Zuschauern per Kopf erzielt.

Mit dem ersten Torerfolg der laufenden Meisterschaft ging Wiener Neustadt zwar durch Dario Tadic in Führung (14.). Die Rieder bewiesen aber drei Tage nach ihrem Ausscheiden im Europacup einen langen Atem und drehten die Partie durch Treffer von Robert Zulj (17.), Rene Gartler (66.) und Mario Reiter (73.) noch verdient um. Das 2:3 durch Günter Friesenbichler kam zu spät (94.).

Viel Aluminium
Nach nicht einmal vier Minuten eines munteren Spiels hielten beide Teams bereits bei je einem Stangentreffer. Zunächst schoss Gartler volley aus halblinker Position, Wiener-Neustadt-Tormann Jörg Siebenhandl lenkte den Ball gerade noch an die Stange (3.). Im direkten Gegenzug scheiterte Mario Pollhammer aus kurzer Distanz am Pfosten (4.) - für die Wiener Neustädter war es bereits Aluminium-Treffer Nummer vier der noch jungen Meisterschaft.

Erster Saisontreffer
Das Warten auf den ersten Saisontreffer dauerte für die Niederösterreicher dann aber nur noch zehn Minuten länger. Nach Maß-Flanke von Jiri Lenko war Tadic per Kopf zur Stelle (14.). Erleichterung und Freude der Wiener Neustädter dauerten allerdings nur kurz an, denn nach Stanglpass von Emanuel Schreiner drückte Robert Zulj den Ball zum 1:1 über die Linie (17.).

Ried dreht die Partie
Nach ausgeglichener erster Spielhälfte legten die Rieder nach der Pause deutlich zu. Der eingewechselte Clemens Walch vergab aber ebenso knapp (51.) wie Zulj (53.). Die zunehmenden Rieder Bemühungen wurden mit dem Führung belohnt. Gartler vollende eine Flanke von Thomas Hinum per Kopf zum 2:1 (66.), für den in Mai von Rapid geholten Angreifer war es bereits Saisontor Nummer drei.

Dritter Sieg im vierten Spiel
Die endgültige Entscheidung besorgte ausgerechnet ein ehemaliger Wiener Neustädter. Nach Eckball von Marco Meilinger stellte Reiter per Kopf auf 3:1 (73.). Damit war der bereits dritte Rieder Sieg im vierten Ligamatch perfekt. Mit der letzten Aktion der Partie setzte der im Finish ins Spiel gebrachte Friesenbichler einen weiteren Kopfball zum 2:3 ins Tor (94.).

Reaktionen
Heimo Pfeifenberger (Wiener-Neustadt-Trainer): "Am Anfang hat es ganz gut ausgeschaut. Wir haben nach der Pause die Ordnung komplett verloren und lange nicht mehr gefunden. Zumindest haben wir endlich getroffen, aber es war schlussendlich wieder zu wenig. Wir haben zum vierten Mal in der selben Art und Weise verloren. Man darf aber nicht resignieren, es muss weiter gehen. Aus den Fehlern müssen wir lernen, die Burschen müssen mehr Männer werden."

Heinz Fuchsbichler (Ried-Trainer): "Am Anfang haben wir uns schwergetan, weil Wiener Neustadt aggressiv war und gut in die Offensive umgeschaltet hat. Wir waren in dieser Phase etwas träge. Mit dem Ausgleich haben wir dann das Kommando übernommen, etliche Chancen gehabt und auch verdient gewonnen."

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