Neuseeland von

Erneut schweres Erdbeben

Stärke 5,8 mit Epizentrum nahe Christchurch. Keine Berichte über Tote.

Neuseeland - Erneut schweres Erdbeben © Bild: Reuters

Christchurch, die zweitgrößte Stadt Neuseelands, ist am Freitag erneut von einem Erdbeben erschüttert worden. 19 Menschen wurden verletzt, Berichte über Todesopfer gibt es nicht. Der Flughafen, Einkaufszentren und Supermärkte wurde evakuiert. In einem Stadtteil fiel der Strom aus, Fensterscheiben gingen zu Bruch. Das Beben hatte eine Stärke von 5,8. Danach gab es noch vier schwächere Nachbeben.

Die schwersten Erdstöße am frühen Nachmittag Ortszeit hatten eine Stärke von 5,8 und 5,9. Der Flughafen von Christchurch wurde zeitweise geschlossen, Stromversorgung und das Telefonnetz brachen in weiten Teilen der Stadt zusammen. Ein Mensch wurde in einem Einkaufszentrum verletzt, sämtliche Shoppingzentren wurden vorsichtshalber evakuiert.

Seit September vergangenen Jahres kommt die Erde in der zweitgrößten Stadt Neuseelands nicht zur Ruhe. Am verheerendsten war ein Erdstoß der Stärke 6,3 im Februar, bei dem 181 Menschen ums Leben kamen und ein Großteil des Stadtzentrums zerstört wurde. Es ist noch immer zum großen Teil unbewohnt und für die Öffentlichkeit gesperrt. Dieser Tatsache ist es nach Einschätzung von Katastrophenschutzchef David Coetzee zu verdanken, dass am Freitag nicht mehr Opfer zu beklagen waren.

Premierminister John Key sprach von einem "angsteinflößenden und entmutigenden" Ereignis für die Bewohner von Christchurch. Die Regierung halte jedoch an dem Plan fest, die Stadt für 20 Milliarden neuseeländische Dollar (11,84 Milliarden Euro) wiederaufzubauen. Augenzeugin Susan Holmes sagte einem Fernsehsender, sie habe "die Nase voll" von den ständigen Erdstößen und davon, binnen 16 Monaten schon zum vierten Mal Bebenschäden an ihrem Haus beseitigen zu müssen.

In Neuseeland sind Erdbeben keine Seltenheit. Der Inselstaat liegt auf dem pazifischen Feuerring, auf dem mehrere Kontinentalplatten zusammenstoßen. In dem Gebiet ereignen sich jährlich bis zu 15.000 Erdstöße.