Neues Zuwanderungskonzept von WKÖ & IV:
Österreich soll Zuwanderungsland bleiben

Legen verstärkten Fokus auf besser Ausgebildete Individuelles Integrations-Programm für jeden

Neues Zuwanderungskonzept von WKÖ & IV:
Österreich soll Zuwanderungsland bleiben © Bild: APA/Schneider

Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung haben ein gemeinsames Zuwanderungskonzept präsentiert. Die beiden Arbeitgeber-Organisationen wollen dabei die Migration nach Österreich auf neue Beine stellen. Ein stärkerer Fokus soll auf besser ausgebildete Arbeitskräfte gerichtet werden, niedriger Qualifizierte kommen in dem Konzept im Wesentlichen nur als Saisonniers vor. Vorstellbar ist jedenfalls für die Industriellenvereinigung, dass jährlich 20.000 bis 40.000 Zuwanderer ins Land kommen.

Im Wesentlichen besteht das Modell aus sechs Säulen. Die zahlenmäßig wohl wichtigste ist jene für den Bereich, wo eine Nachfrage für die jeweilige Branche in Österreich besteht. Dieser Bedarf am Arbeitsmarkt soll in dieser Säule neben der Qualifikation das wichtigste Kriterium sein. Um die notwendige Punktezahl zu erreichen, sollten aber auch zumindest einige andere Faktoren erfüllt werden, z.B. könnte es Bonuspunkte für Deutschkenntnisse sowie für Jüngere (unter 35) oder für gut ausgebildete Lebenspartner geben.

Ganz eilig haben es Kammer und IV für hochqualifizierte Zuwanderer. Die müssen nicht einmal einen Arbeitsplatz vorweisen und sollen in einem beschleunigten Verfahren zu ihrem Aufenthaltstitel bekommen. Weniger toll sieht es beim Arbeitgeber-Modell für die niedrig qualifizierte Migranten aus. Für sie bleibt nur die alt bekannte Saisonnier-Regelung über, was unter anderem bedeutet, dass diese nur befristet beschäftigten Arbeitnehmer in Tourismus und Forstwirtschaft etwa kein Recht auf Familienzusammenführung haben.

Integration
Nachgedacht haben Wirtschaftskammer und IV auch über die Integration. Hier soll jeder Zuwanderer nach Ankunft ein individuelles Programm erhalten. Möglichst sollten die Migranten auch schon mit Vorkenntnissen einreisen. Ausgeklammert wurde der Bereich Asyl - nur so viel: Kammer und Industriellenvereinigung wünschen sich, dass Asylwerber nach drei Monaten im Land eine Arbeitsgenehmigung erhalten.

(apa/red)