Neues Sparpaket für AUA im Anflug: Noch mehr Jobkürzungen in Verwaltung geplant

Wie viele Arbeitsplätze gefährdet sind noch unklar AUA-Umsatz im 1. Quartal um 16,9 % eingebrochen

Neues Sparpaket für AUA im Anflug: Noch mehr Jobkürzungen in Verwaltung geplant © Bild: APA/Schneider

Der Austrian Airlines (AUA) stehen weitere finanzielle Einschnitte bevor. Das im Frühjahr geschnürte Sparpaket in Höhe von 225 Mio. Euro werde nicht ausreichen, sagte AUA-Vorstand Andreas Bierwirth. In der Verwaltung sollen Jobs abgebaut werden. Wie viele Arbeitsplätze gefährdet seien, wollte Bierwirth nicht beziffern.

Er möchte den Gesprächen mit dem Betriebsrat nicht vorgreifen, erklärte er gegenüber der Tageszeitung "Der Standard". An ihrer Ost-Strategie wolle die AUA aber dennoch festhalten. Da das Sparprogramm auf der Annahme eines Umsatzrückganges von 15 Prozent beruhe, seien zusätzliche Kostenoptimierungen notwendig, heißt es im Bericht. Im ersten Quartal 2009 ist der Umsatz der AUA um 16,5 Prozent auf 438,8 Millionen Euro eingebrochen. Längerfristig wolle die AUA eine Rendite von 5 bis 6 Prozent erreichen.

Die Sparmaßnahmen haben laut Bierwirth nichts mit der angemeldeten Übernahme der AUA durch die deutsche Lufthansa zu tun, sondern mit den krisenbedingt sinkenden Durchschnittspreisen. Dementsprechend müsse die Kostenstruktur angepasst werden. Bierwirth rechnet nicht damit, dass es zu Auflagen der EU-Kommission kommen wird, die die Übernahme noch zum Scheitern bringen könnte. Eine Entscheidung der Kommission, die gerade die kartellrechtlichen Auswirkungen des Deals prüft, werde im Juli erwartet.

Verlust der Unabhängigkeit?
Bedenken, dass die AUA nach der Übernahme ihre Unabhängigkeit verliere, zerstreute der AUA-Vorstand: "Wir sind mit der Lufthansa als Eigentümer unabhängiger als mit dem Staat." Bei der Lufthansa seien schließlich Experten am Werk. Er betonte, dass das Zentrum aller Entscheidungen in Wien bleiben werde. Es sei nicht möglich, die AUA von Frankfurt aus zu führen.

(apa/red)