Neues von Liechtensteiner Steueraffäre:
Fälle stammen aus 2002 geklautem Material

Zurzeit intensive Kontaktaufnahme mit LGT-Kunden Informant doch nicht verdächtigter LGT-Ex-Mitarbeiter

Neues von Liechtensteiner Steueraffäre:
Fälle stammen aus 2002 geklautem Material © Bild: EPA/Risch

Bis jetzt betreffen alle bekanntgewordenen Fälle von Steuerermittlungen laut der liechtensteinischen LGT-Bank Kunden, deren Daten im Jahr 2002 von einem früheren Mitarbeiter der Bank gestohlen worden waren. In den letzten Tagen hätten sich zudem deutsche LGT-Kunden in Vaduz gemeldet, die von den Steuerermittlungen in Deutschland betroffen seien und deren Daten in den 2002 entwendeten Unterlagen stünden, sagte ein LGT-Sprecher der "Berliner Zeitung".

Der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) hatte hingegen mitgeteilt, der Informant in dem Steuerskandal sei nicht der bisher verdächtigte frühere LGT-Mitarbeiter Heinrich K., der vor sechs Jahren das Material gestohlen hatte.

"Wir nehmen daher in diesen Tagen intensiv Kontakt mit allen deutschen Kunden der LGT Treuhand auf, die auf dieser Liste stehen", sagte der Banksprecher. Ob allerdings Kopien sämtlicher damals von K. entwendeten Kundenunterlagen beim BND gelandet sind, wisse die LGT nicht. "Da wir keine Ahnung von dem Material haben, das dem BND vorliegt, können wir auch keinen Abgleich mit unseren Erkenntnissen machen." Die Fahnder ermitteln in der aktuellen Steueraffäre auf Grundlage von Daten, die offenbar ein früherer Mitarbeiter der LGT-Bank gestohlen und an den BND verkauft hatte. (apa/red)