Fakten von

Das neue Lehrberufspaket

Sieben Lehrberufe werden modernisiert - ein neuer kommt hinzu

Floristin © Bild: Shutterstock.com

Das neue Lehrberufspaket ist mit 1. Juni in Kraft getreten. Die Lehre werde jedes Jahr an neue Trends in der Arbeitswelt und die Anforderungen der Ausbildungsbetriebe angepasst, so Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. "Heuer richten wir den neuen Lehrberuf Forsttechnik ein und modernisieren sieben bestehende Berufe."

THEMEN:

Dieses Ergebnis sei in Zusammenarbeit von Wirtschaftsministerium und Sozialpartnern erzielt worden. Von den neuen Verordnungen profitieren alle zukünftigen Lehrlinge, die im Juni 2016 ihre Schulpflicht beenden.

"Wir rechnen mit rund 2.400 Jugendlichen, die von den Neuerungen direkt etwas haben werden", so Mitterlehner. Die heimische Fachkräfteausbildung werte den Standort auf, helfe den Unternehmen im Wettbewerb und biete den Jugendlichen selbst in schwierigen Zeiten gute Karrierechancen.

Die Ausbildung zum Forstfacharbeiter steht bisher rein gewerblichen Betrieben nicht offen, mit der neuen Forsttechnik-Ausbildungsverordnung können künftig auch gewerbliche Forstunternehmen ihren Fachkräftenachwuchs selbst ausbilden. Zudem werde der Ausbildungsversuch "Gleisbautechnik" in einen regulären Lehrberuf übergeleitet.

Sieben Lehrberufe modernisiert

Sieben Lehrberufe werden modernisiert: Bei den Berufen Bankkaufmann/Bankkauffrau, Beschriftungsdesign- und Werbetechnik (bisher "Schilderherstellung"), Florist/Floristin, Klavierbau, Milchtechnologie (bisher "Molkereifachmann"/"Molkereifachfrau") und Skitechnik (bisher "Skierzeuger") erfolge eine Anpassung an aktuelle Trends. Zudem werde der Lehrberuf "Luftfahrttechnik" reformiert, um auch eine internationale Wartungslizenz zu ermöglichen. Seit 2009 wurden insgesamt 60 Lehrberufe modernisiert bzw. neu geschaffen.

Der demografische Wandel wirke sich auch auf die Lehre aus, so Mitterlehner. "Trotzdem entscheiden sich weiterhin rund 38 Prozent der Jugendlichen eines Jahrgangs für die Ausbildung in einem Lehrberuf. Unser Ausbildungssystem ist ein international anerkanntes Vorzeigemodell, die Fachkräfte sind auf der ganzen Welt gefragt". Damit das so bleibe, "müssen wir das Angebot laufend attraktiver machen".

Kommentare