Neues Kapitel in Mexikos Drogenkrieg: Dutzende Morde in der Grenzstadt Tijuana

Polizei entdeckt auch Leiche eines hohen Funktionärs Seit Jänner mehr über 5.000 Menschen ermordet

Neues Kapitel in Mexikos Drogenkrieg: Dutzende Morde in der Grenzstadt Tijuana
© Bild: APA/EPA/Hinojos

Erneut zahlreiche Morde in Mexiko: In der Grenzstadt Tijuana entdeckte die Polizei die Leiche eines hohen Funktionärs der Regierung des Staates Baja California. Die Mörder hatten den Toten an einer Brücke aufgehängt, nachdem sie ihn zuvor gefoltert hatten. Nach Zeitungsberichten sind allein an einem Tag 48 Menschen getötet worden, die meisten im Norden Mexikos.

Trotz des Einsatzes von mehr als 45.000 Soldaten nimmt die Zahl der Morde im Krieg der Drogenkartelle und anderer Banden nicht ab. Jeden Tag kommen zwischen zehn und mehr als 50 Menschen ums Leben. Vor kurzem wurden allein im nordmexikanischen Bundesstaat Chihuahua an der Grenze zu den USA zwölf Personen getötet, darunter ein Bürgermeister und eine Polizistin.

Nach inoffiziellen Zählungen mexikanischer Medien sind seit Jänner mehr als 5.000 Menschen ermordet worden. Im ganzen Jahr 2008 waren es nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft 6.290. (apa/red)