Neues im Fall Bert Nussbaumer: Irakische Polizei verhaftet einen Helfer der Entführer

Verkaufte Kidnappern des Österreichers Autos Nach wie vor keine Spur zu entführtem Landsmann

Im Fall des im Irak entführten Oberösterreichers Bert Nussbaumer gibt es Neuigkeiten: Die Polizei in Basra hat einen Verdächtigen festgenommen. Das berichtete die ORF-Nachrichtensendung "ZiB 1". Der Chef der Geheimpolizei in Basra, Ali Hammadi Moussawi, sagte dem ORF, der Sohn des Verhafteten habe Autos an die Kidnapper verkauft. Moussawi geht von einem kriminellen, und nicht von einem politischen Hintergrund der Entführung aus.

Nussbaumer und die vier US-amerikanischen Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma, die Mitte November im Südirak gekidnappt wurden, sollen noch am Leben sein. Aber es gebe einige Ungereimtheiten, erklärte Moussawi. Das Außenministerium in Wien geht allen Hinweisen nach. Wie ein Sprecher mitteilte, gebe es weder Spuren von Nussbaumer noch Kontakte zu den Entführern.

Außenministerin Ursula Plassnik war auf ihrer Nahost-Reise auch in Jordanien, das gute Beziehungen zum Nachbarland Irak unterhält. Plassnik war mit ihrem jordanischen Amtskollegen sowie Sicherheitsminister und Geheimdienstchef Generalmajor Mohammed Dahabi zusammengetroffen. Laut Aussendung des Ministeriums war der israelisch-palästinensische Konflikt sowie die Lage im Nahen und Mittleren Osten Hauptgegenstand der Gespräche. Laut Medienberichten sprach Plassnik mehr als eine Stunde mit Dahabi auch über Nussbaumer. Dahabi habe keine gesicherten Informationen.

Das Königreich werde Österreich bei der Suche nach Bert Nussbaumer unterstützen, berichtete die "Tiroler Tageszeitung". Das Außenamt habe zwei zusätzliche Diplomaten nach Amman entsandt, so "Die Presse".

(apa/red)