Neues A-Tec-Offert für die serbische RTB:
Zusätzliche 230 Mio. Dollar für Übernahme

Privatisierungsagentur lehnte restliche Stundung ab Unternehmen von Mirko Kovats nun zuversichtlich

Neues A-Tec-Offert für die serbische RTB:
Zusätzliche 230 Mio. Dollar für Übernahme

Die börsenotierte A-Tec Industries von Investor Mirko Kovats hat ein neues Angebot für die Übernahme der serbischen Kupferindustrie RTB Bor gelegt. Wie die A-Tec in einer Aussendung mitteilte, habe sie der serbischen Privatisierungsagentur "ein den neuen Gegebenheiten angepasstes Offert" übermittelt.

Demnach würde A-Tec Industries sofort weitere 230 Mio. Dollar (146 Mio. Euro) überweisen. Gemeinsam mit der bereits geleisteten verzinsten und rückzahlbaren Zahlung von 150 Mio. Dollar wären damit bereits 380 Mio. Dollar bezahlt. Weiters würde A-Tec einen "Performance Bond" in der Höhe von 60 Mio. Dollar begeben. Den restlichen Betrag in Höhe von 86 Mio. Dollar würde A-Tec Industries demnach am 7. Mai 2008 überweisen. Zusätzlich erklärt sich A-Tec Industries bereit, die bereits geleistete Bankgarantie um 5 Mio. auf 15 Mio. Dollar zu erhöhen.

"Mit diesem Angebot bekennt sich A-Tec Industries weiterhin zum laufenden Tenderprozess und ist zuversichtlich, dass die Privatisierungsagentur dies positiv beurteilt und damit die Transaktion für alle Beteiligten erfolgreich abgeschlossen werden kann", heißt es in der Aussendung. A-Tec hatte mitgeteilt, dass der Deal gescheitert sei, weil die serbische Privatisierungsagentur den restlichen Kaufpreis nicht stunden wollte.

A-Tec hatte mitgeteilt, dass "keine Einigung über den Erwerb von RTB (Rudarsko-topionicarski kombinat Bor) erzielt werden konnte. A-Tec Industries war bereit eine substanzielle Teilzahlung vom Großteil des Kaufpreises zu tätigen. Die serbische Privatisierungsagentur hat dieses Angebot abgelehnt." Aufgrund der Finanzmarktkrise und eines Rechtsstreits sei man nicht in der Lage gewesen, den Deal zum Abschluss zu bringen, teilte A-Tec ad hoc mit.

Der serbische Wirtschaftsminister Mladjan Dinkic sagte, die Privatisierungsagentur habe eine Stundung abgelehnt, "weil Verträge eingehalten werden müssen". "Wenn ein Investor schon die Übereinkunft zum Kaufpreis nicht einhalten kann, dann kann man ihm auch nicht vertrauen, das Unternehmen zu managen", kritisierte Dinkic. Der zweitbeste Bieter im Verfahren um den Verkauf von RTB war der auch in Österreich als Miteigner des Baukonzerns Strabag bekannte russische Milliardär Oleg Deripaska.

Kovats hatte den Kaufvertrag für RTB am 7. Februar 2008 unterzeichnet. A-Tec Industries hatte am 7. Februar einen Vertrag über den Erwerb von RTB um 466 Mio. Dollar unterzeichnet und am 29. Februar 150 Mio. Dollar überwiesen, allerdings erst nach einem vorherigen Zahlungsaufschub. (apa/red)