Neuerliches Minenunglück in China: Mindestens 6 Tote, 12 Kumpel noch vermisst

Austretende giftige Gase führten zu Unglück

Bei einem neuen Grubenunglück in China sind mindestens sechs Bergleute getötet worden. Zwölf weitere Kumpel würden nach dem Austreten giftiger Gase in einer Mine in der Provinz Hunan noch vermisst, teilte die staatliche Behörde für Arbeitssicherheit am Montag auf ihrer Website mit. Das Unglück in der Kohlemine Dayuan ereignete sich bereits am Samstag.

Nach Informationen der Zeitung "China Daily" gab es kaum Hoffnung auf Überlebende. Es sei zu viel Gas ausgetreten, die Vermissten seien wahrscheinlich erstickt, berichtete das Blatt unter Berufung auf Minenvertreter.

Chinas Kohlebergwerke gehören zu den gefährlichsten der Welt: Nach Regierungsangaben verunglückten allein im vergangenen Jahr knapp 6.000 Bergarbeiter tödlich. Unabhängigen Schätzungen zufolge sterben bis zu 20.000 Kumpel pro Jahr in China, wo Unfälle häufig vertuscht werden, um eine Schließung der Mine oder Strafen zu vermeiden.
(apa)