Neuerliche Gelsenplage steht bevor: Nach Hochwasser droht die nächste Invasion

Schon in zehn Tagen dürften die Quälgeister kommen Plus: Kultgame Gelsen Shooter - gleich ausprobieren

Nachdem es heuer schon mehrfach regional Gelsenalarm gab, droht nun die nächste Invasion der Blutsauger. "Die Populationen der Hausgelsen sind auf Grund der Witterung schon ungewöhnlich hoch, nach den Hochwässern drohen nun auch wieder die besonders lästigen Überschwemmungsgelsen", sagte Gelsenexperte Bernhard Seidel. In etwa zehn Tagen dürfte es so richtig los gehen.

Gelse ist nicht Gelse. In Mitteleuropa kennen die Zoologen bis zu 100 Arten an Stechmücken. Alle brauchen für die Vermehrung Wasser. Bäche, Flüsse oder auch größere Weiher und Seen sind für die Brut weniger geeignet, weil die wenigen Millimeter großen Larven beliebte Leckerbissen für kleine Fische und Räuber aus dem Reich der Insekten darstellen. Ideal sind daher kleine, frisch entstandene Wasseransammlungen in denen sich noch keine räuberischen Tiere entwickelt haben.

Die Gruppe der so genannten Hausgelsen hält sich - nomen est omen - in der Nähe von menschlichen Behausungen auf. Hier finden sich häufig auch die für die Brut benötigten Wasseransammlungen. So kann selbst eine wassergefüllte Gießkanne oder eine achtlos im Freien stehen gelassene Konservendose zur Kinderstube für Stechmücken werden, ein Weibchen legt zwischen 50 und 500 Eiern.

Im Gegensatz dazu leben die so genannten Überschwemmungsgelsen vor allem in Augebieten. Die Ei-Gelege können monate- und jahrelang trocken liegen und auf das nächste Hochwasser warten. Sobald es nass wird, schlüpfen die Larven und entwickeln sich in den Überschwemmungstümpeln zu fliegenden Insekten. (apa)