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Der neue VW Polo 2014

Das aktuelle Modell ist kaum gewachsen und auch schmal geblieben

Der neue VW Polo 2014. © Bild: Volkswagen

Volkswagen hat den neuen VW Polo au den Markt gebracht, ab 9. Mai ist der Kleinwagen auch im heimischen Handel erhältlich: Auch wenn sich rein äußerlich nur wenig verändert hat, so hat das aufgefrischte Modell doch einiges zu bieten.

Natürlich, um das Kürzel MQB (Modularer Quer Baukasten) kommt man auch beim neuen Polo nicht rum. Das Allheilmittel aus der Wolfsburger Apotheke kommt natürlich auch beim neuen Polo zum Einsatz. Aber erst beim ganz neuen Modell, etwa 2017. Das ist gut für VW, denn es spart natürlich Produktions- und Entwicklungskosten. Es ist auch gut für die Kunden, denn die bisherigen Autos aus dem MQB – allen voran der VW Golf der 7. Generation – vermochten zu überzeugen.

Das Polo-Facelift feiert gerade Premiere. Der “neue” Polo ist kaum gewachsen. Mit einer Länge von 397 cm ist er nur zwei Millimeter länger als sein Vorgänger und bleibt unter der 4-Meter-Grenze. Und, er ist erfreulich schmal geblieben. Mit einer Breite von 168 cm dürfte er auch weiterhin in jede Parklücke passen. Und, natürlich sieht er aus wie – jeder neue VW. Doch, dass ist auch ein Grund für seinen Erfolg. Der Polo will nicht auffallen (außer vielleicht dem Polo R WRC), er will seinen Job machen und basta.

Der neue VW Polo 2014.
© Volkswagen Der neue VW Polo 2014.

Nackt wie die Stahlpresse ihn schuf

Natürlich kann man den neuen Polo bis zum Nirwana aufrüsten, es gibt sogar LED-Scheinwerfer, wenn man die Geldbörse zückt. Doch, von den bisher rund 14 Millionen verkauften Polo’s gibt es einen stattlichen Anteil, der als Grundmodell vom Hof des Händlers rollte. Nein, natürlich nicht bei uns, aber in zahllosen anderen Ländern ist der Polo der Einstieg in die VW-Welt. Und dass ohne Gimmicks, ohne Millionen von kleinen Helfen. Einfach so, nackt wie die Stahlpresse ihn schuf.

In Deutschland wird das Basismodell Trendline in Zukunft auf 15-Zöllern rollen. Bisher hatten die Felgen einen Durchmesser von 14 Zoll. Und, es gibt auch im billigsten Polo eine geteilt umklappbare Rückbank, Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung und eine Multifunktionsanzeige. Noch ein Beispiel gefällig? Der Polo Comfortline rollt ab sofort auf 15-Zoll großen Rädern die – Achtung – nicht mehr aus Stahl sondern aus Alu gefertigt sind.

Die Ausstattungsversionen bleiben übrigens gleich, zumindest was die Namen angeht. Trendline, Comfortline und Highline sind seit Jahren bekannte Begriffe, hinzu kommen später die speziell ausgerüsteten Modelle wie BlueGT, GTI und CrossPolo. Wer den Polo als Fünftürer möchte muss natürlich auch ein paar Franken zusätzlich auf den Tisch legen.

Bleiben wir beim Innenraum. Wer genügend Scheine aus der Tasche zieht bekommt alles, was man beim Golf auch bekommt. Also Infotainment-Systeme aus dem modularen Infotainment-Baukasten, aber auch Sachen wie die Anbindung des Handys via induktiver Schnittstelle an die Außenantenne des Autos. Und natürlich fast das komplette Paket an Assistenzsystemen wie die Multikollisionsbremse, City-Notbremsfunktion oder auch einen adaptiven Tempomaten usw. Natürlich auch optional ist die Rückfahrkamera.

Der neue VW Polo 2014.
© Volkswagen Der Innenraum des neuen Polo.

90-PS-Diesel soll nur 3,4 Liter verbrauchen

Neu an Bord ist ferner eine neu entwickelte elektromechanische Lenkung sowie ein ganzes Paket von besonders sparsamen Motoren. So soll der 90-PS-Diesel in Kombination mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG nur gerade 3,4 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen. Gar noch sparsamer soll das Bluemotion-Modell mit 75 PS sein (3,2 L/100 km). Die Diesel, die es mit bis zu 105 PS gibt, sind alles Dreizylinder-Triebwerke mit 1,4 Liter Hubraum. Der Motor ersetzt die bisherigen 1,2 und 1,6 Liter Triebwerke im Polo. Bei den Benzinern reicht das Spektrum von 60 PS (wohl in der Schweiz gar nicht erhältlich) und 110 PS.

BlueGT und Polo GTI

Und dann kommen dann noch die Modelle wie der BlueGT (mit Zylinderabschaltung und 150 PS) sowie der Polo GTI mit 180 PS. Der sparsamste Benziner soll mit 4,6 L/100 km verbrauchen. Das Auto hat also alles an Bord, was sich Kunden wünschen. So denkt zumindest VW. Aber, für die Schweiz fehlt etwas ganz wichtiges – der Allradantrieb. Denn obwohl die Realisation eines 4×4 im modularen Querbaukasten keine große Sache ist, will man bei VW derzeit aber nichts von einem 4Motion-Modell wissen. Man denkt, dass die Stückzahlen zu klein wären. Zu klein? Das dürfte doch einen Hersteller, der keine Lücke auslässt, nicht stören.

Für den Polo 4Motion braucht es noch Geduld

Tut es auch nicht, denn obwohl man den Polo 4Motion nicht bringen will, hat man mal ein paar Autos gebaut. Zwar basierte dieser noch auf dem alten Vor-Facelift-Modell, doch der so genannte Aggregateträger wusste in der Kälte der schwedischen Pampa zu überzeugen. Das leichte Auto in Kombination mit Allradantrieb machte den Polo 4Motion zu einem sehr agilen, leicht zu beherrschenden Auto.

Weiterführende Informationen finden Sie unter unter: www.volkswagen.at

Vielen Dank an die Kollegen von www.radical-mag.com und autorevue.at

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