Neuer Rekord beim "Nightrace": Mehr als 50.000 Zuschauer bei Slalom in Schladming

Trotz Regen und Schnee - Diskussionen um Piste

Beim Weltcup-Nachtslalom in Schladming hat es einen neuen Besucherrekord gegeben. Mehr als 50.000 Zuschauer trotzten laut ersten Schätzungen der Veranstalter und der Exekutive dem starken Regen und Schneefall und kamen zum "Nightrace" auf die Planai. Die bisherige Bestmarke waren 48.000 Fans bei den Auflagen 2006 und 2007 gewesen.

Neuer Rekord beim "Nightrace": Mehr als 50.000 Zuschauer bei Slalom in Schladming

Für Diskussionen sorgte die Schladminger Rennpiste, die durch den extrem starken Regen über den gesamten Dienstag ordentlich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Von der Früh weg hatte es in Schladming stark geregnet, rund zwei Stunden vor dem Start des ersten Durchgangs war der Regen in Schneefall übergegangen.

Der Hauptkritikpunkt richtete sich auf die Tatsache, dass sich die Einfahrpiste für die Slalom-Artisten in deutlich besserem Zustand als dann die Rennpiste präsentierte. Dabei war angekündigt worden, dass beide Pisten exakt gleich präpariert würden. ÖSV-Cheftrainer Toni Giger erklärte die Problematik so: "Der Rennhang ist liegen gelassen worden, keiner durfte rutschen. Dadurch sind die obersten 10, 15 Zentimeter aufgegangen. Aber danach ist man immer gescheiter."

Auch Rainer Schönfelder sah die Sache ähnlich. "Die Einfahrpiste war super. Auf der Rennpiste war es dann so, dass man in den Spuren noch einmal eingebrochen ist. Das ist gefährlich, dadurch habe ich mich nicht so richtig getraut. Ich hatte die Rennpiste nicht so schlecht erwartet."

Als "ein Opfer der Piste" sah sich der maßlos enttäuschte Reinfried Herbst, der im ersten Lauf ausschied. "Wenn man das Loch sieht, dann geht es ja. Aber ich bin einfach eingebrochen und hatte daher überhaupt keine Chance", berichtete der Salzburger, der bis dahin sehr gut unterwegs war. "Ich war richtig heiß auf dieses Rennen und es ist mir total locker von der Hand gegangen. Wenn man bei diesem Rennen im zweiten Lauf nicht dabei sein darf, dann ist das die absolute Höchststrafe." Kritik Richtung Veranstalter gab es jedoch von Herbst keine. "Sicher nicht. Die hatten wirklich ein Scheißpech mit dem Wetter."

(apa/red)