Neuer Inzestfall von

Inzestfall: Verdächtiger in Haft

80-Jähriger soll Töchter jahrelang misshandelt haben - Mann zeigt sich nicht geständig

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    Sankt Peter am Hart: Hier haben Gottfried W. und seine beiden Töchter gelebt.

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    In diesem Haus soll der Verdächtige Erika und Christine W. jahrelang missbraucht und gefangen gehalten haben.

Ein Inzestverdacht ist im Innviertel bekanntgeworden: Ein heute 80-jähriger Mann soll im Bezirk Braunau seit 1970 seine beiden Töchter - mittlerweile 53 und 45 Jahre alt - regelmäßig sexuell missbraucht und körperlich misshandelt haben. Der mutmaßliche Täter ist festgenommen worden, teilte der oberösterreichische Sicherheitsdirektor Alois Lißl mit. Der Tatverdächtige streitet alles ab.

Der 80-Jährige, der sich bisher in einem Pflegeheim aufgehalten hatte, wurde in die Justizanstalt Ried überstellt. Gegen ihn bestehe der Verdacht der Körperverletzung, des Quälens oder Vernachlässigens unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen, der gefährlichen Drohung, der Nötigung, der Vergewaltigung und weiterer sexueller Delikte gegen wehrlose Personen. Die Festnahme sei wegen Tatbegehungs- und wegen Fluchtgefahr erfolgt.

Vergangenen Mai wollte der 80-Jährige erneut seine ältere Tochter vergewaltigen. Die Frau wehrte sich aber und stieß ihn zurück, der Mann stürzte. Er konnte nicht mehr aufstehen, die Töchter ließen ihn am Boden liegen. Erst zwei Tage später riefen sie eine Sozialarbeiterin, die dem 80-Jährigen half. Sie erstattete Anzeige bei der Polizei. Wie man dem Mann dann genau auf die Schliche kam, konnte Sicherheitsdirektor Alois Lißl vorerst nicht sagen.

Beide Opfer in Betreuung
"Bei den mutmaßlichen Opfern sind geistige Defizite vorhanden", berichtete Bezirkspolizeikommandant Martin Pumberger. Die Frauen befänden sich in Betreuung. Der Tatverdächtige werde ebenfalls abgeschirmt und medizinisch versorgt. Er sei zwar nicht mobil, für sein Alter aber geistig rege, so Pumberger. Der Mann streitet alles ab, betonte der Bezirkspolizeikommandant.

In den Einvernahmen berichteten die Töchter, dass sie der Mann wiederholt mit dem Umbringen und mit Waffen bedroht habe. Sie hätten mit ihm nur einen Raum seines Hauses bewohnt und auf einer kleinen Holzbank in der Küche geschlafen. Jegliche Sozialkontakte seien untersagt worden. Der 80-Jährige soll auch seine Ehefrau, die vor drei Jahren starb, misshandelt haben. Die Frauen seien offenbar so eingeschüchtert worden, dass sie nie zur Polizei gingen.

Kommentare

emwi melden

Inzest Angeblich hat niemand in 40 J a h r e n(man muß sich das einmal vorstellen !) mitbekommen was sich hinter der Fassade dieses Schreckenshauses abgespielt hat ? Na wer glaubt wird seelig ! Sind diese bedauernswerten Mädchen den nie zur Schule gegangen ? Ist da nie jemanden aufgefallen, dass da etwas nicht stimmen kann. Die beiden Mädchen sind ja angeblich kaum gesehen worden. Wo sind denn da die sonst so hellhörigen Nachbarn, die ja sonst bei jeder Kleinigkeit das Gras wachsen hören.
Fragen über Fragen, aber für diese Menschen ist es leider zu spät, sie werden nie wieder ein normales Leben führen können. Was muß das für eine Bestie sein.

Maika melden

Re: Inzest Ich kann mir nicht vorstellen, daß da niemand etwas gewußt oder zumindest vermutet hat. Vor 41 Jahren war die ältere Tochter 12 und die jüngere 2 Jahre alt.
Deren ganzes Leben hat sich in diesem Wahnsinn von Vergewaltigung, Schlägen, etc... abgespielt!
Wo war die Mutter??? Wieso hat diese Frau das zugelassen, daß die Töchter auf einer
Holzbank in der Küche schlafen mußten??
Es ist ja "Alarmstufe rot "wenn Kinder keine sozialen Kontakte haben oder haben dürfen. So etwas muß in einem Ort doch auffallen!!!!

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