Neuer Buch-Tipp "Geschichte Österreichs":
Eine Reise von der Ostmark zum EU-Beitritt

"Kurze Geschichte über Österreich benötigt viel Zeit" Weg der österreichischen Nation auf rund 300 Seiten

Neuer Buch-Tipp "Geschichte Österreichs":
Eine Reise von der Ostmark zum EU-Beitritt

Es ist doch irgendwie seltsam, dass gerade ein britischer Landsmann über "unsere Geschichte" schreibt. Der Historiker Dr. Steven Beller unternimmt eine historische Reise durch Österreich, startet diese im 10. Jahrhundert und endet im Mozartjahr 2006. Ein ambitioniertes Projekt des britischen Wissenschaftlers, das durchaus interessante Einblicke vermittelt.

Der Historiker Dr. Steven Beller ist sicherlich kein Novize auf dem Gebiet der Österreichischen Geschichte. Der geborene Brite, der in Cambridge studierte und mittlerweile in Washington D.C. lebt, verfasste schon zahlreiche Aufsätze und mehrere Bücher zur österreichischen und jüdischen Geschichte. Thema dieses Mal sind die letzten tausend Jahre Österreichs.

Von den Babenbergern bis Ötzi
Beller lässt auch wirklich kaum ein Thema aus: Von den Babenbergern zum Ötzi, vom Wiener Fin de Siècle zur Waldheim-Affäre alles findet irgendwie Platz im Buch des Briten. Hierbei rezitiert er sicherlich nicht nur Daten und Fakten langweilig wie im Geschichteunterricht runter. Wichtige Ereignisse in der Entwicklung Österreichs werden spannend und mit einer guten Portion Wortwitz verpackt.

"Steven Bellers Geschichte Österreichs ist nicht nur kurz und prägnant -, sie ist auch scharfsinnig, witzig und mitreißend." (Aviel Roshwald, Georgetown University).

Langes kurzgefasst
Beller stellt einleitend in seinem Buch fest: "Man benötigt anscheinend lange Zeit, eine kurze Geschichte Österreichs zu schreiben." Hiermit hat sich der britisch-amerikanische Schriftsteller auch sicherlich einer ganz besonderen Herausforderung gestellt: Etwas langes, kompliziertes auf rund 300 Seiten zusammenzufassen. Für eine daher gelungene, kurze Einführung in die österreichische Geschichte - Hut ab! Abgesehen davon umgibt dieses Werk einen ganz besonderen Charme, gerade weil "unsere Geschichte" aus der interessanten Sicht eines "Außenstehenden" erzählt wird. (red)