Neue Vorwürfe gegen Ex-Finanzminister: Grasser soll Steuerverfahren am Hals haben

Ermittlungen um Gelder in Liechtensteiner Stiftung Anwalt Ainedter bestreitet Vorwürfe vehement

Neue Vorwürfe gegen Ex-Finanzminister: Grasser soll Steuerverfahren am Hals haben © Bild: APA/Schlager

Ex-Finanzminister Grasser hat wieder einmal Ärger. Diesmal soll die Finanzbehörde ermitteln, ob Grasser ein Finanzdelikt begangen haben könnte, indem er Gelder in einer Stiftung in Liechtenstein angelegt hat. "Das Finanzverfahren gibt es, weil es eine Stiftung in Liechtenstein gibt", erläuterte der stellvertretende Chefredakteur der Wochenzeitung "Falter", Florian Klenk in einer "puls4"-TV-Debatte. Grassers Anwalt Manfred Ainedter bestritt dies noch in der Sendung vehement.

Die Vorwürfe waren in der Diskussionssendung "Talk of Town" aufgetaucht, in denen Ainedter und Klenk eigentlich in Sachen Überwachungsprotokolle Grasser/Meischberger die Klingen kreuzen sollten.

Ex-Minister schweigt zu Vorwürfen
Grasser selbst gab sich sich zu dem Steuerverfahren wortkarg. "Wissen Sie, da möchte ich gar nichts dazu sagen. Ich habe mich ja schon länger öffentlich zu den ganzen Vorwürfen nicht mehr geäußert. Außerdem habe ich die Sendung gar nicht gesehen", so Grasser. Für Anfragen sei sein Rechtsanwalt zuständig, der allerdings kurzfristig nicht mehr erreichbar war.

Grasser-Anwalt: Abhörprotokolle waren kein Thema
Ainedter ließ dafür mit einer anderen Aussage in der Talksendung aufhorchen. Zu den angeblichen Schmiergeldzahlungen im Umfeld des Baukonzerns Porr betonte er, dass die Abhörprotokolle der Telefonate von Grasser mit seinem ehemaligen Geschäftspartner Walter Meischberger kein Thema bei den Einvernahmen durch die Sicherheitsbehörden waren. Dazu gab es nicht "eine Frage", betonte Ainedter.

Aus den Telefonprotokollen geht hervor, dass Meischberger Grasser nach Rat fragte, wofür er hunderttausende Euro an Beratungshonorar erhalten hat. Legendär ist mittlerweile die Aussage von Meischberger, wonach er hier "ganz nackig" ist. Geschäftspartner Immobilienmakler Ernst Karl Plech wurde von Meischberger demnach gefragt: "Wos woar mei Leistung"?

Ainedter sprach einmal mehr von einem "freundschaftlichen Rat" von Grasser an Meischberger, als dieser meinte, sein Ex-Trauzeuge Meischberger solle doch im Internet nachschauen, was der von ihm beratene Baukonzern Porr so baue. Laut Klenk, dessen Zeitung die Telefonprotokolle an die Öffentlichkeit gebracht hatte, geht dies weit über einen freundschaftlichen Rat hinaus. Ainedter hielt dem entgegen: "Strafrechtlich ist da überhaupt nichts dran." Dass die Optik nicht die beste sei, räumte er aber ein.

(apa/red)

Kommentare

Die ungenierte Nähe der Justizministerin zum Anwalt des Herrn Grasser sagt eigentlich alles aus, wie nahe das Organisierte Verbrechen bei der Justiz ist.....KORRUPTION, AMTSMISSBRAUCH liebe Frau Ministerin gefährdet nicht nur die Demokratie, sondern auch die persönliche Sicherheit (siehe Tierschützerprozess) von jedem Staatsbürger!!!!!!! Das Innen+Justizministerium ist schon längst ein Fall für den europäischen Gerichtshof!!!!!!

Bananenrepublik? Mehr Steuern auf dort und da - und die braven öst. Unternehmen und Arbeitnehmer werden das alles schon zahlen!

Diese Politik ist ein so korrupter Sauhaufen, es ist unglaublich! Aber eines ist klar - bis dato ist Grasser nicht verurteilt, viele Anschuldigungen wurden wieder niedergelegt von der STA. Daher ist er nachwievor ein unbescholtener Mensch - schiefe Optik hin oder her!

Genau so schlimm sind die öffentlichen Lügen der ÖVP/SPÖ Regierung - es werden Dinge gesagt und versprochen die zu 100% nicht eingehalten werden - und das ist heute der Standard in der Qualität der Politik. Sag einfach was der Bürger hören will, lüg ihm voll ins Gesicht, Hauptsache wir behalten unsere Pfründe und Macht. Später machen wir dann ohnehin was wir wollen!

Pfui Deibel!

was bitte ist ein Ex-Trauzeuge?-ist das sowas wie ein Ex-\"Unschuldsvermuteter\" ist ja wohl das "Größte" was unsere "Bananenrepublik" zu bieten hat: Chefredakteur einer Zeitung mit dem Anwalt eines Ex-Finanzministers "kreuzt die Klingen"-im TV!-bitte, der Ainedter sollt den Grasser schon längst vor Gericht verteidigen müssen-aber soweit wird´s nie kommen, in spätestens 7 Jahren wir man die Akte, aufgrund von "Arbeitsüberlastung" unserer StA und Richter schliessen, weil´s nichts "strafrechtlich Verfolgenswertes" gibt. Nach der Devise:"hoppalla, sind wir gar nicht mehr dazu gekommen, den Meischberger zu fragen, warum er 800tsd bekam, macht aber nix, wir haben ein Abhörprotokoll-er hätt´s eh selber net gewusst"-so, wie auch eine dzt. Ministerin und Ihr Kabinettschef "net wissen wollten" ob Flöttl jun. die 500 bawag milliönchen wirklich im yen "versenkt" hat.

strizzi49 melden

Neue Vorwürfe Es wird schön langsam fad !!! Ist momentan Sauregurkenzeit, weil immer wieder die gleichen abgedroschenen Vorwürfe gegen Grasser auftauchen? Wenn wenigstens mal was Neues dabei wäre! Aber immer wieder dieses "wenn i, wär i, hätt i"-Spielchen! Das nervt schön langsam!!! Immer, wenn in der Berichterstattung ein Loch ist, wird der Grasser hervorgeholt!
Schreibt doch einmal über Tatsachen, nicht immer über Vermutungen, die sich im Endeffekt dann als falsch herausstellen! Bei allen vergangenen Vermutungen, über die Ihr geschrieben habt, ist keine einzige Tatsache dabei !? Seid doch einmal seriös!

HC-Krache melden

Das was sie schreiben, glauben sie auch wirklich??!! Oder sind Sie auch nur ein Parteigänger einer Regierungspartei. die glaubt allen ERNSTES glaubt, "der Rechtsstaat arbeitet unabhängig und gerecht............siehe Rumpold, Meinl, Scheuch, Dörfler, Birnbacher, Mensdorff, Berlin, Morgl, Eder, ÖBB - Spekulationsverluste, NÖ - Hypo Spekulationsverluste in MILLIARDEN-Höhe usw. MILLIARDEN - Verluste bei der Kärntner Landesbank usw........unglaublich aber wahr, diese Herren dürfen nach wie vor ungestört ihren Geschäften nachgehen!! DANK DIESER POLIT-JUSTIZ !!!!!

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