Neue Überfall-Serie auf Briefträger: Wieder Postbeamter in Wien verprügelt und beraubt

Raub in Margareten: Vierte derartige Tat im März Briefträger werden ab sofort von Polizisten begleitet

Neue Überfall-Serie auf Briefträger: Wieder Postbeamter in Wien verprügelt und beraubt

Wieder ist ein Briefträger in Wien überfallen worden. Ein Postbeamter wurde in der Arbeitergasse 46 in Margareten Opfer zweier Räuber. Die beiden Kriminellen kamen laut einem Ermittler des Kriminalkommissariats Mitte von hinten auf den Beamten zu und schlugen ihn nieder. Dann raubten sie ihm Geld aus der Brieftasche.

Der Überfall war bereits der vierte auf einen Briefträger im März in Wien. Am 1. März war ein 22-jähriger Zusteller in Meidling von einem Räuber mit Waffenattrappe in eine Rauferei verwickelt und verletzt worden. Der Täter flüchtete ohne Beute. Am selben Tag war eine Postbeamtin in Favoriten von einem Räuber mit einem Messer bedroht worden, worauf sie ihm einen kleineren Geldbetrag übergeben hat.

Am 12. März wurde ein Postbeamter in der Taborstraße in der Leopoldstadt von zwei Männern misshandelt und verletzt. Sie entrissen ihm seine Umhängetasche und flüchteten. Ein Zusammenhang zwischen diesen Taten und dem Überfall von heute sei eher nicht wahrscheinlich. Der Modus Operandi sei zu verschieden.

Bei den Tätern in der Arbeitergasse handelte es sich um zwei 30- bis 40-jährige Männer. Zeugen des Vorfalls sahen die Räuber nur schemenhaft. Die Polizei bat allfällige Zeugen, sich beim Journaldienst des Kriminalkommissariats Mitte unter der Telefonnummer (01) 31310/43800 zu melden.

Briefträger ab sofort von Polizisten begleitet
Die Post hat umgehend auf die Überfallserie reagiert: Ab sofort werden Zusteller in der Bundeshauptstadt von uniformierten Polizisten begleitet, berichtete die Post AG auf APA-Anfrage. Zusätzlich werden nach wie vor posteigenes Personal sowie Mitglieder privater Wachdienste auf die Briefträger aufpassen.

Wie viele der derzeit rund 1.400 Zusteller in Wien von Uniformierten begleitet werden, wurde aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben. Bisher wussten zwar die Polizisten größtenteils über die Rayonsrunden der Briefträger und hatten auch "ein Auge" auf die Kollegen von der Post, mit der Begleit-Variante soll diese Kooperation nun intensiviert werden.

Der amtsführende Landespolizeikommandant, Generalmajor Karl Mahrer, sagte der APA, es gebe weitere Maßnahmen zum Schutz der Postzusteller. Details wollte er aus kriminaltaktischen Gründen nicht nennen. (apa/red)