Neue Suchmaschine soll Webmüll filtern:
Blekko zeigt redigierte Suchergebnisse an

Stichwort- und Linkwüsten werden ausgeklammert Engine durchsucht über drei Milliarden Websites

Neue Suchmaschine soll Webmüll filtern:
Blekko zeigt redigierte Suchergebnisse an © Bild: blekko.com

Viele Unternehmen haben in den vergangenen Jahren versucht, Google die Vorherrschaft am Suchmaschinen-Markt streitig zu machen; bislang sind alle Anstrengungen gescheitert. Mit Blekko versucht sich nun ein weiteres Start-Up mit einem frischen Ansatz an der Aufgabe.

Im Moment sei das Internet überfüllt von sinnlosen Websites, die lediglich Stichwörter und Links aufführen würden, um bei Google-Suchergebnissen möglichst oft aufzuscheinen, so Rich Skrenta, Mitgründer und Geschäftsführer von Blekko. Die neue Suchmaschine soll deshalb lediglich vertrauenswürdige und nützliche Ergebnisse anzeigen. "Das Ziel ist es, die Internetsuche zu säubern und den Spam herauszufiltern", so Skrenta.

Was nicht passt, wird passend gemacht
Blekko durchsucht drei Milliarden Websites, die als lohnenswert eingestuft werden, zeigt allerdings lediglich die Top-Ergebnisse zu jedem Thema. Zusätzlich sollen Angebote von sogenannten Content-Farms, wie Demand Media, herausgefiltert werden. Die Seiten, die je nach Popularität von Suchanfragen erstellt werden, um Werbeklicks zu generieren, sollen bei Blekko außen vor bleiben.

Bei den nach Einschätzung des Unternehmens als besonders Spam-gefährdeten Themen - Gesundheit, Rezepte, Autos, Hotels, Songtexte, Finanzen und Colleges - zeigt Blekko automatisch redigierte Suchergebnisse an.

Ambitioniert und dennoch chancenlos?
Mitgründer Skrenta hat bereits ausgiebig Erfahrung im Suchmaschinen-Geschäft gesammelt. So startete er in den Neunzigern mit dem von Usern erstellten Web-Verzeichnis Open Directory Projekt, das später von Netscape aufgekauft wurde. Später war Skrenta bei AOL in diesem Bereich beschäftigt. Nun möchte er Google möglichst viele User abjagen - die Chance für Blekko, zum Google-Killer zu werden, schätzen Experten, trotz grundsätzlich postiver Reaktionen, allerdings als äußerst gering ein. (pte/red)